Beiträge von Arelia

    Ort: Henry Jones' Haus /Garten.

    Beteiligte Personen: alle


    Sie war froh, aus dem Akademiegebäude raus zu sein und atmete draußen erstmal tief durch. Frische Luft und ein wenig Sonne taten jetzt ganz gut. Arelia lief mehr oder weniger schweigend mit der Gruppe mit und sah sich um, als sie gute Zehn Minuten später ihr Ziel erreichten.

    „Oh..das ist aber wirklich hübsch hier.“ Meinte sie Richtung Lilly und lächelte „Hey aber sag bitte Bescheid, wenn wir doch was tun können.“ Ihre Laune verbesserte sich gerade von Minute zu Minute und so folgte sie den anderen nach hinten. Als alle ihren Platz gefunden hatte, nahm sie die Tasse von Lilly entgegen und ließ den Blick nochmal schweifen. Neugierig wurde sie erst, als Lilly Bis rief. Sie zuckte zusammen als das Tier plötzlich raus schoss. Arelia duckte sich weg und fing leise an zu lachen. „Ein ganz wilder Kerl…Aber ich finde ihn faszinierend. Zumal ich noch nie einen live gesehen habe“

    Ort: Akademie- Korridore

    Beteiligte Personen: @alle Anwesenden


    Arelia gab es auf, sie würde nichts erreichen und man würde sie hier nicht rauslassen. Zähneknirschend ließ sie die Hände sinken und sah aus dem Augenwinkel, wie Lilly winkte. Rasch lief sie zu ihr rüber. Dort angekommen lauschte sie ihrem flüstern und nickte. Sie würde einfach alles tun, um irgendwie helfen zu können. In dem Raum herrschte inzwischen großer Tumult und jeder war mit seiner Aufgabe beschäftigt. Arelia versuchte nicht zu sehr über Todd nachzudenken, doch das war wirklich nicht leicht.

    Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnete sich die Tür und Arelia zuckte zusammen. Sie fuhr herum und starrte die Wesen mit den riesigen Speeren an. Sie eilte zu den anderen, hob aber leicht abwehrend die Hand in Richtung der Wesen. Sie konnte nicht mehr und wusste nicht, wie sie diesen Wesen klarmachen sollte das sie einfach nur hier raus wollten. Sie kämpfte derweil auch mit den Tränen, versuchte es aber nicht zu zeigen und vermied es, zu Todd zu schauen der reglos am Boden lad. Sie legte eine Hand auf Lillys Schulter und fuhr erneut zusammen, als eine andere Tür sich öffnete. Ihr erster Blick fiel auf Todd, der alles andere als Tod war. Blinzelnd sah sie zu den hereinkommenden und das lief ihr doch eine kleine Träne die Wangen runter. Sie konnte eine ganze Weile nichts sagen und erst als sie einmal tief durchatmete, fand sie auch ein paar Worte. „Das war krass..“ flüsterte sie leise und schaute anschließend zu Lilly, die dann einen sehr guten Vorschlag machte. „Ich wäre dabei…“

    So schloss sie sich der Gruppe an und ging langsam den Gang entlang. Dabei ließ sie sich dieses Szenario, oder besser die Übung, noch einmal durch dne Kopf gehen. Was hätten sie anders oder besser machen können? Hätten sie überhaupt etwas anders machen können? Fragen mit denen sie sich später beschaftigen würde, denn sie würde versuchen das alles genau auszuwerten.

    S

    Ort: Akademie- Holodeck

    Beteiligte Personen: alle Anwesenden

    Arelia war eine Weile mit den kleinen beschäftigt, die reges Interesse an ihren Flecken zeigten. Doch gab es noch andere Baustellen. Zum Beispiel hier rauszukommen. Sie erhob sich von der Hocke und suchte den Blick zu den Erwachsenen. Sie wollte gerade anfangen zu reden als Todd zu Boden ging. Sie blinzelte irritiert und wollte gerade zu den anderen eilen, als sie sah das sich schon gekümmert wurde.

    Arelia drehte sich wieder zu den Erwachsenen und holte tief Luft. „Bitte…lasst uns hier raus..wir brauchen Hilfe“ sie deutete zur Tür, dann zu Todd und wieder zur Tür. Da Espen alles im Griff hatte, konnte sie sich weiter auf das Gespräch mit Händen und Füßen konzentrieren. „Wir wollen niemandem etwas Böses, aber unser Freund braucht medizinische Hilfe“ Sie hegte nicht viel Hoffnung das man sie verstehen würde, aber sie würde es weiter versuchen.

    Ort: Simulation – Gang/ Saal

    Beteiligte: alle

    Arelia folgte der Gruppe als letzte und schaute immer wieder nach hinten. Man konnte nie vorsichtig genug sein. Doch als der Gang endete und sie einen Saal erreichten, hielt sie kurz die Luft an. Fünf Wesen schienen sich dort aufzuhalten und noch war nicht sicher, ob sie gute oder schlechte Absichten hatten. Wobei einige bewaffnet waren. Langsam schob sie sich an den anderen vorbei und kam hinter Espen und Manuel zum stehen. "Bekommen wir das hin?" flüsterte sie leise. Wobe die Frage eigentlich unsinnig war. Sie mussten es hinbekommen. Diplomatie war angesagt und jeder von der Gruppe wusste zumindest im groben bescheid. Doch Espen war praktisch der Fachmann und so konnten die anderen ihn unterstützen.

    "Du musst dich nicht rechtfertigen, Espen. Jeder trägt etwas bei, in dem er gut ist." murmelte sie noch leise und fokusierte sich dann auf die Wesen, oder besser das eine Wesen das noch immer wild gestikulierte.

    Ort: Übungsraum – Gang
    Beteiligte Personen: alle Kadetten


    Arelia trat ein paar Schritte in den neuen Raum hinein und ließ ihren Blick langsam über die Umgebung gleiten. Die Muster am Boden setzten sich fort, doch hier wirkten sie… geordneter. Weniger ornamental, mehr funktional. Ein Hinweis, vielleicht.

    „Zusammenbleiben ist ein guter Punkt“ erwiderte sie leise. Sie kniete sich kurz hin, strich mit der Hand knapp über den Boden, ohne ihn zu berühren. „Die Fraktale hier wirken präziser. Wenn das eine Art Leitsystem ist, könnte dieser Raum eine Funktion haben, die wir noch nicht verstehen.“

    Dann richtete sie sich wieder auf und sah zu Manuel.

    „Ihre Zwei‑Spezies‑Theorie ist nicht abwegig. Wenn eine hochentwickelte Kultur diese Struktur gebaut hat, könnte die zweite Spezies sie nur nutzen oder verehren. Das würde die Diskrepanz zwischen mathematischer Perfektion und den primitiveren Wandbildern erklären.“

    Arelia atmete ruhig durch. „Bevor wir weitergehen, prüfen wir die Umgebung. Belüftung, Lichtquellen, mögliche Ausgänge. Und wir beobachten, ob sich die Atmosphäre verändert. Wenn diese Simulation uns testen will, wird sie das nicht ewig subtil tun.“

    Ein kurzer Blick zu jedem Einzelnen, prüfend, aber auch ermutigend.

    „Also, das was Espen sagt wird gemacht. Aye aye!“ mit einem breiten grinsen und recht gut gelaunt würde sie den anderen folgen. Allerdings blieb sie noch ein Stück zurück un sah dabei zu Espen. "Ich glaube ich habe das schon mal gesagt im laufe des Tages. Deine Auffassungsgabe ist echt toll. Nicht nur bei der Analyse der Gegenstände hier. Du scheinst fast in uns reinschauen zu können. Was auf der einen seite interessant und auf der anderen Seite schon fast gruselig ist."

    Ort: Übungsraum

    Beteiligte Personen: alle


    Arelia bleib bei der Gruppe, doch fand sie das ganze auch nicht so lustig. Doch sie wollte hier natürlich kein Außenseiter sein und so schaute sie Espen unauffällig über die Schulter. Sie musste sich ein „Buh“ oder „erwischt“ hart verkneifen. Als er fertig war, atmete sie dann auch wieder normal durch.

    „Hoffentlich geht das nicht schief. Ich sage es wirklich nur ungern, aber das war gute Arbeit. Du hast echt was drauf“ sie grinste ein klein wenig und wurde dann wieder ernster „Ich hoffe nur, wir fliegen nicht auf“ meinte sie leise. Und selbst wenn, würden sie vermutlich alle zusammen die Schuld auf sich nehmen. So schätzte sie die anderen zumindest ein.

    Ort: Auf dem Weg zur Übung

    beteiligte Personen: alle Kadetten


    Arelia hatte, während die anderen sich unterhalten hatten, nicht viel gesagt sondern eher ihr Essen genossen. Doch die Zeit verflog schneller als gedacht und so war sie eine der letzten die von ihrem Stuhl aufsprang. "Hey! Wartet auf mich!" rief sie und joggte aus der Kantine raus um den Rest einzuholen. So bekam sie nur noch kleinere Gesprächsfetzen von Lilly und Espen mit. Schnaufend lief sie neben den beiden her. Jetzt natürlich langsamer "Wo ist ein Ozeval?" Sie schaute sich kurz um, was natürlich Blödsinn war. Hier würde sie sicherlich keinen Ozeval zu Gesicht bekommen. "Ich habe noch nie einen gesehen." Gab sie offen zu, man konnte ja schließlich nicht alles wissen.

    Ort: Kantine
    Beteiligte Personen: alle am Tisch

    Arelia lächelte leicht, während sie ihren Blick zwischen den anderen wandern ließ. Am ende blieb sie bei Espen hängen und war schon ein wenig beeindruckt. „Deine Einschätzung ist wirklich toll! Solch eine Gabe hat nicht jeder“ Erneut lächelte sie und ließ den Blick wieder schweifen, während die anderen sich angeregt unterhielten. Als sich bei Todd und den anderen am Tisch etwas tat, drehte sie die den Kopf und schaute dorthin.

    Lilly war wohl gerade auf dem Weg zum Tisch und wurde von diesen Idioten aufgehalten. Sie seufzte leise und schüttelte kaum merklich den Kopf. „Ich kann solche Leute einfach nicht leiden.“ Murmelte sie leise und sah, dass Lilly die Situation aber ganz gut meisterte. Als sie am Tisch ankam, hob Arelia die Hand zum Gruß und lächelte ihr freundlich zu.

    Ort: Kantine

    Beteiligte Personen: Espen Alan  Zora Parker  Ragnar Lupin  Raine Luminus  Indira Tri'Va


    Arelia lächelte, als die anderen zum tisch kamen. Todd und seine unterbelichteten Freunde, versuchte sie gekonnt zu ignorieren. „Hey ja kein Problem. Ihr seid mir vorhin im Hörsaal schon aufgefallen, aber ich hatte nicht die Möglichkeit mit euch zu reden“ Sie griff nach ihrer Tasse und trank einen Schluck. „Hab ich mich schon vorgestellt? Ne oder? Ich bin Arelia und ich freue mich, dass ihr zu uns gestoßen seid. Ich finde es doof, wenn man in so vielen kleinen Gruppen am Tisch sitzt“ ihr Blick glitt kurz zu Ragnar und dann zu Todd rüber. „Sagt mal, hab ihr eine Idee, wie wir denen eins auswischen können, ohne dass wir ärger bekommen?“

    Arelia schaute wieder zu Espen. „System klingt gut..wir machen sie fertig“ meinte sie halb ernst und halb im Spaß. Als Indira dazu kam, schaute sie auf. „Also bei uns aufjedenfall…“ sie deutete auf Ragnar und sich. „Aber wir haben auch nicht viel mitbekommen. Ich zumindest nicht, da ich mal wieder zu viel geredet und zu wenig geschaut habe“

    Ort: Kantine

    Beteiligte Personen: alle in der Kantine

    Arelia hatte mit Ragnar die Kantine betreten und sah sich um. Es war schon gut was los, aber ein großer Tisch war noch frei und so steuerte sie diesen erstmal an, um sich mit Hilfe ihrer Sachen einen Platz zu sichern. Dabei schaute sie zu Ragnar „ich hole mir was zu essen und wenn ich wieder da bin, kannst du gehen“ meinte sie grinsend und sprang leichtfüßig Richtung der leckeren Sachen, die es hier gab. Sie war heute nicht so entscheidungsfreudig und brauchte eine Weile. Doch irgendwann hatte sie einen wunderbaren großen Salat, ein kaltes Getränk und einen Kaffee auf dem Tablett, das sie zum Tisch zurück schleppte. Dort angekommen setzte sie sich schnaufend und schaute auf ihre Ausbeute. „sieht gut aus….hoffentlich schmeckt das auch so. Du kannst dir jetzt auch was holen“ wieder grinste sie breit und hob die Tasse an, um etwas zu pusten. Früher hatte sie keinen Kaffee getrunken, den hatte sie erst hier auf dem Campus kennen und lieben gelernt.

    Während sie an ihrer Tasse nippte, sah sie sich um und erkannte einige Mitstudenten aus dem Hörsaal wieder. Sie hob jetzt einfach mal die Hand und winkte ihnen entgegen. Vielleicht kamen sie ja an ihren Tisch und leisteten ihr und Ragnar Gesellschaft.

    Ort: Hörsaal 3 / Auf dem Weg zur Kantine

    Beteiligte Personen: Ragnar Lupin, alle anderen


    Arelia hatte noch nicht auf ihr Padd geschaut, das würde sie in ruhe in der Kantine machen. Sie schaute zu Ragnar „Kommst du mit zum Essen? Vielleicht können wir dann ja auch mal ein paar Kontakte knüpfen und schauen mit wem wir in einer Gruppe sind“ Sie sah ihn fragend an, während sie ihre Sachen in die Tasche stopfte, sich erhob und kurz auf ihn wartete, um dann zusammen mit ihm und allen anderen den Hörsaal zu verlassen.

    Sie war schon ein paar Monate hier, weil sie so ehrgeizig war und schon mal ein paar Aufbaukurse belegt hatte. Doch so richtig kannte sie sich noch nicht aus und musste immer wieder die Campuskarte zur Hilfe nehmen. „Ich glaube wir müssen da lang“ sie deutete nach links. „Oder halt einfach den anderen hinterher“ murmelte sie mit einem leichten grinsen und schloss sich dem Strom Cadetten an, die sich auf den Weg in die Kantine machten.

    Commander Elena Bancroft


    Elena ließ den Blick immer wieder über die Anwesenden schweifen und nahm durchaus zur wahr, das hier und da getuschelt wurde. Heute jedoch würde sie noch darüber hinwegsehen, denn für einige war das der erste Tag und man wollte sich kennenlernen.

    „Bevor ich Sie in die Mittagspause entlasse, Kadetten, möchte ich noch einige organisatorische Abläufe klären, damit wir heute Nachmittag nicht im Chaos versinken. Die Gruppenaufteilung. Sie finden die vorläufigen Teams auf Ihrem PADD unter ‚Seminarstruktur , Woche 1. Diese Einteilung ist nicht in Stein gemeißelt. Wenn ich feststelle, dass bestimmte Konstellationen nicht funktionieren, ändere ich sie. Das ist kein Urteil über Ihre Fähigkeiten, sondern Teil des Lernprozesses.

    Die Kommunikationswege. Alle Fragen zu den Übungen, den Simulationen oder den theoretischen Modulen laufen über den offiziellen Kanal der Akademie. Nicht über private Nachrichten, nicht über Flurgespräche. Ich beantworte jede ernst gemeinte Frage – aber ich beantworte sie dort, wo alle etwas davon haben.

    Die Praxisblöcke. Heute Nachmittag beginnen wir mit einer kurzen Basiserhebung: Reaktionsverhalten, Problemlösungsansätze, Teamdynamik. Nichts, wovor Sie Angst haben müssten. Ich möchte lediglich sehen, wie Sie arbeiten, bevor ich Sie mit komplexeren Szenarien konfrontiere.

    Erwartungen an Sie. Seien Sie pünktlich. Seien Sie vorbereitet. Und vor allem: Seien Sie bereit, sich selbst infrage zu stellen. Wachstum entsteht nicht aus Bequemlichkeit. Damit genug für den Vormittag. Sie haben jetzt 45 Minuten Mittagspause. Nutzen Sie sie sinnvoll. Essen Sie etwas, trinken Sie etwas, atmen Sie durch. Und Cadetten…“ sie ließ den Blick einmal durch den Raum wandern „…kommen Sie mit einem klaren Kopf zurück. Der Nachmittag wird interessant.“ Mit einem knappen Nicken schloss sie ihre PADD-Datei.

    „Entlassen.“

    Ort: Hörsaal 3

    Beteiligte Personen: Indira Tri'Va  Espen Alan  Zora Parker

    Ellena Bancroft

    Ellena ließ den Blick noch einmal kurz schweifen und ging jetzt nicht mehr länger auf Todd ein. Sie wollte dem jetzt keine weitere Vorlage geben

    „Bevor wir fortfahren, Cadetten, möchte ich Ihnen eines erklären, damit wir alle wissen, worauf wir uns in dieser Reihe einlassen. Meine Vorlesungen folgen einem einfachen Prinzip: Sie sollen denken lernen, nicht nur zuhören. Das bedeutet,

    Erstens: Ich werde Ihnen Wissen vermitteln, ja. Aber ich werde Ihnen ebenso viele Fragen stellen. Nicht, um Sie bloßzustellen, sondern um herauszufinden, wie Sie Informationen verarbeiten. Die Sternenflotte braucht keine wandelnden Datenbanken – dafür haben wir Computer. Sie braucht Menschen, die Zusammenhänge erkennen.

    Zweitens: Sie werden Fehler machen. Viele. Das ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Fehler sind Rohmaterial. Ich zeige Ihnen, wie man daraus Erkenntnisse formt. Drittens: Sie werden in Gruppen arbeiten. Nicht, weil ich es mir leicht machen möchte, sondern weil niemand im Feld alleine operiert. Teamarbeit ist kein Zusatzmodul, sie ist die Grundlage jeder Mission.

    Viertens: Ich erwarte Neugier. Wenn Sie etwas nicht verstehen, fragen Sie. Wenn Sie etwas anzweifeln, sagen Sie es. Wenn Sie glauben, es besser zu wissen… nun, dann freue ich mich auf die Diskussion.

    Fünftens: Theorie und Praxis gehören zusammen. Wir beginnen hier im Hörsaal, aber wir enden im Labor, im Simulationsraum und, wenn Sie es bis dahin schaffen, irgendwann auf einer Brücke. Ich bereite Sie auf alle drei Ebenen vor. Wenn Sie diese Regeln beherzigen, Kadetten, dann verspreche ich Ihnen eines, Sie werden am Ende dieses Semesters nicht mehr dieselben sein wie heute. Und das ist gut so.

    Die Sternenflotte braucht Individuen, die wachsen wollen.“

    Ort: Hörsaal 3

    Beteiligte Personen: Ragnar Lupin


    Arelia lächelte und neigte sich leicht zu ihm „Freut mich…ich bin Arelia“ flüsterte sie, denn der Dozent, oder besser die Dozentin hatte den Hörsaal betreten und fing an zu reden. „Unterhalten wir uns später wenn wir hier raus sind“


    Ellena Bancroft

    Sie ließ den Blick ein wenig schweifen, als sie zu Ende gesprochen hatte und ja, kurz streifte ihr Blick den von Espen. Ein Lächeln huschte über ihre züge und sie erwiderte das Nicken kaum merklich. Innerlich freute sie sich, dass der Junge hier in ihrem Hörsaal saß, doch auf der anderen Seite wusste sie auch, dass Espen durchaus von der Familie bespitzelt wurde. Ihr innerliches Augenrollen ließ sie kurz schmunzeln. Damit würde sie schon klarkommen. Ihre Gedanken vertreibend konzentrierte sie sich wieder auf die Anwesenden im Hörsaal. Sie schaute lächelnd zu Lilly, auf den ersten Blick schien sie hier die jüngste zu sein, was aber kein Problem darstellen sollte.


    „Zwei Fragen also.

    Gut. Neugier ist kein Makel, Cadet, sie ist der Motor jeder wissenschaftlichen Laufbahn. Woran man merkt, dass man bereit ist, Verantwortung zu tragen? Ehrlich gesagt…Man merkt es selten selbst. Verantwortung ist kein Zustand, den man erreicht wie eine Prüfungsnote. Sie ist ein Prozess. Man wächst hinein, oft schneller, als man denkt. Wenn man beginnt, Entscheidungen nicht nur für sich selbst, sondern im Bewusstsein ihrer Auswirkungen auf andere zu treffen, dann ist man auf dem richtigen Weg.

    Und wenn man trotzdem noch Zweifel hat, ist das kein Zeichen von Schwäche, sondern von Bewusstsein. Die gefährlichsten Offiziere sind die, die glauben, alles zu wissen. Was die Entdeckung angeht, die uns am meisten Demut gelehrt hat…Es war nie eine einzelne. Jede neue Lebensform, jede unerwartete Variable, jedes Phänomen, das sich nicht in unsere Modelle pressen lässt, erinnert uns daran, wie klein wir im Vergleich zum Universum sind.

    Demut entsteht nicht aus einer Erkenntnis, sondern aus der Summe aller, die uns zeigen, dass Wissen immer nur eine Momentaufnahme ist. Wenn Sie das verinnerlichen, Cadet, dann sind Sie auf einem guten Weg, ganz gleich, ob Sie noch im Hörsaal sitzen oder bereits auf einer Brücke stehen.“


    Als sie geendet hatte und plötzlich ein Alarmton zu hören war, schaute sie zu Todd und zog die Brauen zusammen „Nun..Bro..“ fing sie an und schaute Todd dabei an. „erzählen Sie uns doch mal, warum sie soviel Glück haben. Wir sind alle sehr gespannt und ganz Ohr“

    Ort: Hörsaal 3

    Beteilligte Personen: alle Anwesenden


    Arelia hatte sich an ihrem Platz eingerichtet und wartete jetzt, wie die meisten hier, dass es los ging. Einige der Anwesenden in den Reihen vor ihr vielen ihr direkt ins Auge, da sie sich gegenseitig vorstellten und sich ein wenig unterhielten. Sie schienen recht nett zu sein und so fasste Arelia den Entschluss, doch noch mal ihren platz zu wechseln. Sie packte alles wieder zusammen, schaute zu Ragnar und erhob sich. „Kleine Planänderung. Ich glaube wir setzen uns mal weiter nach vorne“ sie nickte leicht in Richtung der vorderen Reihen und schmunzelte. „Auf geht’s“ Mit Ragnar im Schlepprau verließ sie die letzte Reihe und lief so nach vorne. Glücklicherweise waren da noch plätze frei und so schob sie sich mit ihm durch die Reihe und ließ sich auf einen der noch freien plätze fallen. „So, jetzt aber!“


    Ellena Bancroft

    Ellena war heute sehr spät dran, was normalerweise nicht ihre Art war. So hatte sie das Frühstück ausfallen und Trinity mit Marissa alleine am Tisch zurückgelassen. „Wir sehen uns später auf dem Campus!“ rief sie und war auch schon aus der Tür raus.

    Eine halbe Stunde später befand sie sich im Vorraum des Hörsaals, wo sie ihre Sachen ablegte und sich rasch vorbereitete. Kurze Zeit später trat sie durch die Tür, ließ den Blick einmal ruhig über die Anwesenden schweifen und wartete, bis das Murmeln abebbte.

    „Kadetten. Willkommen an der Akademie. Ich bin Commander Ellena Bancroft. Für einige von Ihnen ist dies der erste Tag eines neuen Lebensabschnitts. Für andere ist es der Moment, an dem sich entscheidet, ob all die Vorbereitung, die langen Nächte über Lehrbüchern und die Zweifel, die Sie vielleicht mitgebracht haben, sich auszahlen werden. Und ich sage Ihnen: Sie tun es. Jeder einzelne Schritt, der Sie hierhergeführt hat, war es wert.

    Die Sternenflotte ist kein Ort für Perfektion. Sie ist ein Ort für Entwicklung. Für Mut. Für Zusammenarbeit. Und für Menschen – und Spezies – die bereit sind, über sich hinauszuwachsen. Sie werden Fehler machen. Sie werden scheitern. Und Sie werden lernen, wieder aufzustehen. Genau das macht Sie zu Offizieren.“

    Sie verschränkt die Hände hinter dem Rücken, ein Hauch von Schmunzeln in der Stimme.

    „Ich habe bereits gehört, dass einige von Ihnen sich sehr gründlich vorbereitet haben. Andere…“ ein kurzer Seitenblick, der eindeutig humorvoll gemeint ist „…haben sich offenbar darauf spezialisiert, mit ihrer bloßen Anwesenheit Chaos zu stiften. Beides ist an dieser Akademie erstaunlich nützlich. Was Sie jedoch alle gemeinsam haben, ist das Potenzial, eine Crew zu werden. Eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig trägt, korrigiert, unterstützt und herausfordert. Wenn Sie eines aus meiner Zeit in der Flotte mitnehmen sollen, dann dies: Niemand besteht diese Reise allein. Also: Lernen Sie voneinander. Hören Sie einander zu. Und unterschätzen Sie niemals die Kraft eines Teams, das zusammensteht selbst wenn es nur darum geht, einen besonders redseligen Kameraden davon abzuhalten, eine Vorlesung zu sprengen.“

    Sie hob das Kinn leicht und ihre Stimme wurde fester.

    „Ich freue mich darauf, Sie wachsen zu sehen. Ich freue mich auf Ihre Erfolge. Und ich freue mich darauf, Sie eines Tages nicht mehr als Kadetten, sondern als Kolleginnen und Kollegen begrüßen zu dürfen. Bevor es los geht, hat jemand eine Frage die für ihn oder sie, besonders wichtig ist?"

    Ort: Hörsaal 3, letzte Reihe, rechter Block

    Beteiligte Personen: Ragnar Lupin

    Arelia schaute weiterhin zu Ragnar „Los, lass uns rein gehen, bevor es wirklich voll wird“ meinte sie leicht lächelnd, nickte gen Tür und betrat vor ihm den Hörsaal. Sie sah sich nur kurz um und bog direkt ab zu einer der letzten Sitzreihen. Sie mochte es nicht, wenn sie Leute im Rücken hatte und so konnte sie immer alles gut überblicken.

    So richtig bekam sie nicht mehr mit, was um Todd und seine Kumpels passiert war doch allein seine Anwesenheit rang ihr ein Augenrollen ab. Er und seine Freunde sind schon öfter negativ aufgefallen und sie hoffte ja insgeheim, dass irgendjemand dem ganzen mal ein Ende setzte. Ihr Blick glitt zu Ragnar, der ihr gefolgt war und Arelia deutete auf den freien Platz neben sich. „Wenn du magst, darfst du dich gerne setzen“ Sie lächelte jetzt wieder.

    Ort: Hörsaal

    Beteiligte Personen: Ragnar Lupin


    „Entschuldigung… darf ich vorbei? Danke.“


    Der Flur war voller Kadetten, die offenbar alle gleichzeitig irgendwo hinmussten. Arelia zog ihre Tasche enger an sich, während sie sich zwischen zwei Gruppen hindurchschob.

    „Hörsaal 3… Hörsaal 3… wo versteckst du dich denn…?“


    Ein kurzer Blick auf das LCARS‑Display an der Wand bestätigte ihr, dass sie zumindest in der richtigen Sektion war. Immerhin etwas. Ein weiterer Kadett rauschte an ihr vorbei, fast hätte er sie gestreift.

    „Alles gut… ich lebe noch…“ rief sie ihm nach und erreichte schließlich den Hörsaal. Davor saß ein junger Mann, der nicht zu übersehen war. Sie hob fragend eine Braue „Entschuldigung, ist drinnen kein platz mehr, oder warum sitzt du hier vor der Tür?“ Sie hatte keine Lust die ganze Zeit über zu stehen, wobei das in letzter Zeit nicht wirklich vorgekommen war. Arelia schaute zu dem jungen Mann und wartete ab. Sie würde jetzt nicht ohne eine Antwort einfach rein gehen.