Ort: Lounge
Beteiligte Personen: Yukari Nishizumi Kincaid Fearghas Alera Numar Niylah Zelina Lemkin-Wick(Echo)
@Sebastian Warwick Rhian Lareth Treya Valen@piloten und alle, die ich vergessen hab.
Lauren sah erst zu Echo, dann zu Rhian und nickte ihnen leicht zu. Ihr Blick war ruhig, fast erwartungsvoll, als wolle sie ihre Reaktionen abwarten. Sie öffnete gerade den Mund, um zu antworten, als Ray offenbar beschloss, sich in Szene zu setzen. Lauren rollte deutlich mit den Augen. Es kostete sie sichtbar Mühe, keinen bissigen Kommentar fallen zu lassen. Stattdessen fixierte sie ihn nur mit ihren eiskalten, blauen Augen… ein Blick, der schon klarmachte, was sie von so einem Auftritt hielt. „Bei den ganzen Namen wird mir ja fast warm ums Herz“, erwiderte sie schließlich trocken und sarkastisch.
Mit einer geschmeidigen Bewegung sprang sie über den Tresen. Die Art, wie sie landete, war elegant, sicher, fast tänzerisch. Ohne Hast stieg sie auf den Stuhl wo Ray stand, und kam ihn mit der aktion deutlich nah, um näher an Alera zu kommen und lächelte. Ein Lächeln, das zugleich ruhig und intensiv war. Ihre blauen Augen suchten Aleras Blick und hielten ihn fest. „Ich denke, ich habe genau das, was du verdienst“, sagte sie ruhig. „Etwas Elasianisches.“ Die Nähe war bewusst gewählt, aber nicht aufdringlich. Ihre Stimme senkte sich, als sie weitersprach. „Vel’Shara… oder auch kurz Shara…“ Sie flüsterte Alera nun die Bedeutung zu, leise, beinahe vertraulich. „Es beschreibt eine außergewöhnlich schöne, leuchtende Gestalt. Sie gilt als Hüterin von Lebensenergie, Emotion und Verlangen. Und ich denke, das passt zu dir.“
Sie reichte ihr schließlich den Drink. Ihre Haltung verriet dabei etwas, das über bloße Neckerei hinausging… Respekt. Lauren wandte sich nun an die anderen. „Die Vel’Shara waren die Hüterinnen der Essenz. Etwas Besonderes. Und nichts, was niedlich klingt.“ Sie hob leicht eine Augenbraue. „Oder findet ihr, etwas Niedliches passt zu einer Kriegerin wie Alera?“ Der Unterton war eindeutig: Der Kampf im Turbolift hatte Eindruck hinterlassen. Und dieser Eindruck war geblieben.
Ihr Blick wanderte zur Tür, als sie bemerkte, dass die CON gerade die Lounge betrat. Sofort winkte sie ihr zu. „Ah, genau die Richtige.“ Sie grinste leicht. „Chief, ich habe gehört, dass auch Navigationsoffiziere wissen, wie man feiert. Bitte enttäuschen Sie mich jetzt nicht.“ Dann ließ sie den Blick durch die Runde gleiten. „Und hat jemand etwas vorbereitet für unseren Ehrengast? Vorausgesetzt natürlich, jemand hatte überhaupt daran gedacht, sie einzuladen?“ Es war halb Scherz, halb Herausforderung und zugleich ein stiller Hinweis darauf, dass sie sehr wohl wusste, dass die Kommandantin ein kleines Jubiläum hatte.
Ort: Bereitschaftsraum
Beteiligte Personen: Sor'Qan
Im Bereitschaftsraum hatte Viivie Sor’Qan die ganze Zeit über aufmerksam zugehört. Nicht mit der kühlen, distanzierten Strenge einer Vorgesetzten, sondern mit jener stillen, konzentrierten Präsenz, die zeigte, dass sie jedes seiner Worte ernst nahm und sorgfältig abwog. Ihr Blick wich kaum von ihm, und doch lag darin nichts Bedrängendes, eher eine Offenheit, die Raum ließ.Je länger der Kadett sprach, desto deutlicher wurde ihr, dass eine spontane Antwort nicht ausreichen würde. Sie musste überlegen, wie sie reagieren wollte. Nicht, weil seine Worte unpassend gewesen wären, sondern weil sie Gewicht hatten. Weil sie ehrlich gewesen waren.
Komplimente waren nie ihre Stärke gewesen. Sie hatte gelernt, Verantwortung zu tragen, Entscheidungen zu fällen, Befehle zu geben, doch Anerkennung entgegenzunehmen oder darauf einzugehen, hatte sich für sie immer ungewohnt angefühlt. Etwas, das sie selbst als kleine, fast unscheinbare Schwäche betrachtete. Eine, mit der sie jedoch zu leben wusste. Sie ließ einen kurzen Moment verstreichen, in dem nur das gedämpfte Summen der Systeme den Raum erfüllte, bevor sie schließlich das Wort ergriff. „Ich kann mir gut vorstellen, dass das alles nicht leicht ist“, begann sie ruhig. Ihre Stimme war kontrolliert, aber nicht kühl, getragen von ehrlichem Verständnis. „Ich stamme selbst von zwei unterschiedlichen Spezies ab, und ich denke, bei mir ist es etwas einfacher, mit beiden Seiten umzugehen.“
Ein leichtes Neigen ihres Kopfes unterstrich ihre Offenheit, ebenso wie der aufmerksame, wache Ausdruck in ihren Augen. „Korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege“, fuhr sie fort, ohne den Blick von ihm zu nehmen, „aber ich kann mir vorstellen, dass es für Sie teilweise ein innerer Kampf ist zwischen Ihrer vulkanischen und Ihrer klingonischen Seite.“ Der Tonfall war interessiert, nicht wertend. Neugierig, nicht analytisch. Und es war deutlich, dass sie seine Akte nicht nur oberflächlich kannte. Sie hatte sie gelesen, verstanden und sich Gedanken gemacht.
Bei seiner letzten Frage hielt Viivie erneut inne. Sie griff nach ihrem Getränk, nahm einen ruhigen Schluck und ließ sich einen Augenblick Zeit, bevor sie antwortete. Nicht, um Spannung zu erzeugen, sondern um die richtigen Worte zu finden. „Wissen Sie“, sagte sie schließlich, „ich war selbst einmal Sicherheitsoffizier.“ Ihre Stimme blieb ruhig, doch ein feiner Nachhall von Erfahrung schwang darin mit. „Und wenn ich ehrlich bin, schätze ich Offiziere, die zu ihren Entscheidungen stehen.“ Unmerklich wurde ihr Ton etwas fester, ohne dabei streng zu wirken. „Natürlich bedeutet mir das Protokoll viel. Struktur ist wichtig. Verlässlichkeit ebenso.“ Sie machte eine kurze Pause. „Aber wenn ich mich einmal zu sehr in etwas verbeiße, sollte gerade ein Sicherheitsoffizier den Mut haben, seine Bedenken zu äußern.“
Ihr Blick ruhte nun fest auf ihm, offen und zugleich fordernd – nicht als Prüfung, sondern als Angebot. „Nur wäre es schön“, fügte sie mit einem kaum wahrnehmbaren Anflug von Nachdruck hinzu, „dies dann nicht unbedingt auf der Brücke zu tun.“ Es war keine Zurechtweisung. Eher eine Einladung. Zu Haltung. Zu Verantwortung. Zu Mut, der von Bedacht begleitet wurde. Viivie lehnte sich leicht zurück, verschränkte nicht die Arme, sondern blieb offen in ihrer Haltung, während sie auf seine Reaktion wartete. Auf seine Worte. Auf das, was er aus dem Gesagten machen würde.
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