Beiträge von Viivie Doru

    Hallo zusammen,

    mir fällt dieser Text ehrlich gesagt nicht leicht. Einige von euch haben sicher schon gemerkt, dass ich in den letzten Monaten kaum noch wirklich da war. Der Grund dafür ist, dass mein Leben gerade ziemlich aus den Fugen geraten ist und ich auch mit einigen emotionalen Problemen zu kämpfen habe. Dadurch fehlt mir im Moment einfach die Kraft und der Kopf, hier so aktiv zu sein, wie ich es eigentlich gerne wäre. Gerade weil ich über 10 Jahre ein Teil von Play Star Trek war, bedeutet mir dieser Schritt sehr viel und fällt mir alles andere als leicht. Hier hängen viele Erinnerungen dran. Geschichten, gemeinsame Missionen und vor allem Begegnungen mit euch, die mir wirklich wichtig geworden sind.

    Ich habe für mich gemerkt, dass es im Moment nicht richtig ist, nur halb dabei zu sein. Das würde weder dem Spiel noch euch gerecht werden, und auch mir selbst nicht. Deshalb ist es für mich gerade der richtige Schritt, etwas Abstand zu nehmen und mich auf mich selbst zu konzentrieren.

    Ich bin sehr dankbar für die ganze Zeit, die ich hier verbringen durfte. Für viele schöne Momente, für das Miteinander und für all das, was man gemeinsam erlebt hat.

    Vielleicht sieht man sich irgendwann wieder, wenn sich bei mir alles etwas beruhigt hat. Bis dahin wünsche ich euch weiterhin ganz viel Spaß, spannende Missionen und alles Gute.

    Passt auf euch auf
    Viivie, Julie und Alison

    <<<Zeitsprung: Die U.S.S. Harmony hatte das System erreicht. Captain Viivie Doru befand sich noch in ihrem Bereitschaftsraum. Die beiden Orionerinnen hatten inzwischen ihre chirurgischen Anpassungen erhalten – eine Maßnahme, die in diesem System notwendig war, da Kontakte zum Syndikat häufig unvermeidlich waren. Viivie hatte diese Anpassungen angeordnet, auch wenn sie ihr persönlich widerstrebten. Doch es war ein klarer Befehl von Admiral Ethan Kenrick gewesen und sie hatte ihn ohne Zögern umgesetzt, wie es ihre Pflicht verlangte.>>>

    Ort: U.S.S. Harmony - Brücke
    Beteiligte Personen: Merlion Thetys  Niylah Zelina Lemkin-Wick  Kincaid Fearghas

    Der Raum war still, nur das leise Summen der Schiffssysteme durchzog die Atmosphäre. Viivie stand einen Moment reglos vor ihrem Terminal, die Hände locker hinter dem Rücken verschränkt, während ihr Blick über die letzten Daten glitt. Alles war vorbereitet. Jeder Schritt durchdacht. Dann ertönte die Stimme der Brücke. ***Brücke an Captain Doru. Wir haben das System erreicht.*** Ein kaum sichtbares Nicken folgte. ***Verstanden, ich bin gleich da.***

    Ohne weitere Verzögerung verließ sie ihren Bereitschaftsraum. Die Türen glitten zur Seite, und mit einem ruhigen, kontrollierten Schritt betrat sie die Brücke der Harmony. Die gewohnte Betriebsamkeit empfing sie – gedämpfte Stimmen, das leise Arbeiten der Konsolen, das stetige Pulsieren eines Schiffes im Einsatz. „Captain auf der Brücke.“, ertönte es, woraufhin Viivie die Meldung nur mit einer kurzen, knappen Handbewegung quittierte, während sie bereits weiterging. „Weitermachen.“ Ihr Blick wanderte über die Stationen, prüfend, aufmerksam… dann blieb er auf Merlion liegen. „Wie bereits erwähnt, werde ich Commander Doru mitnehmen.“ Ihre Stimme war ruhig, klar und sogar ein wenig kühl. „Ich denke, wir werden da unten jemanden brauchen, der mich bei der Diplomatie unterstützt.“

    Ein kurzer Moment, in dem sie die Reaktionen aufnahm, dann fuhr sie fort: „Geben Sie bitte Commander Stinger Bescheid, dass er sich umgehend in die Yachtlounge begeben soll. Wir werden mit meiner Captain’s Yacht hinuntergehen.“ Ihre Worte waren präzise, ohne unnötige Ausschmückung. Sie hatte eben während den letzten Besprechungen mit Kentrick diese Entscheidung getroffen. Sebastian, Alera und T’reya erwähnte sie nicht. Sie wusste, dass sie bereits unterwegs waren. Es gab keinen Grund, Selbstverständlichkeiten auszusprechen.

    Viivie trat an ihren Platz, ließ sich jedoch nicht vollständig nieder, stattdessen aktivierte sie das Display vor sich. Die Oberfläche flackerte kurz auf, dann erschienen mehrere markierte Flugrouten und Positionsdaten auf den hauptschirm. Sie verschränkte die Hände hinter dem Rücken, während ihr Blick über die diese Routen regelrecht fokussierte mit ihren grünen Augen. „Hier wurden gezielt die Schiffe gesichtet.“ Ihre Stimme blieb ruhig, doch ein feiner Unterton von Misstrauen lag darin. Sie deutete auf mehrere markierte Punkte. „Ihre Aufgabe wird es sein, diese sogenannten Frachterkuriere zu überprüfen.“ Ein kurzer Atemzug folgte. Ohja Viivie war gerade ganz in ihrem Element. „Ich möchte, dass Sie Stichproben durchführen.“

    Jetzt hob sie den Blick und sah direkt zu den Offizieren. „Ich habe das Gefühl, dass dort illegale Substanzen transportiert werden.“ Es war kein lauter Verdacht, eher eine ruhige, klare Feststellung. Intuition, gestützt auf Erfahrung. „Sie können dabei frei entscheiden,“ fuhr sie fort, „…aber Sie sollten wissen, dass Commander Fearghas bei solchen Untersuchungen über entsprechende Erfahrung verfügt.“ Ein leichtes, kaum merkliches Nicken folgte. Es war keine Aufforderung, sondern eher ein Hinweis. Für einen Moment herrschte Stille auf der Brücke. Nur das leise Arbeiten der Systeme war zu hören. Dann ergriff sie erneut das Wort. „Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.“, sagte sie und wandte sich leicht und ließ den Blick noch einmal über die Brücke gleiten. Dann nickte sie Adrian zu. Das Signal war eindeutig. Jetzt würde es los gehen…

    (561 Wörter)

    Ort: Konferenzraum
    Beteiligte Personen: Alle im KR

    Viivies Blick glitt einen Moment überrascht zum neuen Ingenieur, doch sie sagte nichts dazu. Das würde sie Rhian regeln lassen. Würde ihre XO sie vor versammelter Mannschaft in dieser Form belehren, gäbe es später ein sehr klares Gespräch, allerdings unter vier Augen. Öffentliche Korrekturen unter Vorgesetzten waren etwas, das sie zutiefst ablehnte. Das hatte sie von Iregh übernommen. Der Romulaner hatte ihr früh beigebracht, dass militärische Struktur nicht nur durch Rangabzeichen existierte, sondern durch Haltung. Respekt wurde gewahrt, oder er bröckelte. Ihr kurzer, kühler Blick in Rhians Richtung sagte genug. Mehr war nicht nötig. Dann wandte sie sich wieder nach vorn. Ihre Finger lösten sich langsam vom Tisch, als sie sich erhob. Die Bewegung war geschmeidig, kontrolliert… Man konnte keine Hast und auch keine sichtbare Emotion erkennen… Doch veränderte sich der Raum spürbar, sobald sie stand. „Also gut“, begann sie ruhig. „Dann kommen wir zum unangenehmen Teil. Ensign Numar, treten Sie bitte vor. Und bringen Sie Ihren neuen Sicherheitsoffizier gleich mit.“

    Viivie musterte die Orionerin, ohne jede Eile. Ihr Blick wanderte von den Schultern über die Haltung bis zur Körpermitte, analysierend, beinahe klinisch. Kein Lächeln und keine Regung. „Wie steht es um die Leistung Ihrer Leute?“ Die Frage war sachlich gestellt, aber ihr Tonfall ließ keinen Zweifel daran, dass sie mit einer präzisen Antwort rechnete. „Ich hoffe, Sie können mindestens fünfundzwanzig Prozent mehr herausholen. Selbst wenn das bedeutet, sechs Stunden Drill anzusetzen.“ Sie begann langsam, um Alera herumzugehen. Jeder Schritt bewusst gesetzt. Die Offiziere im Raum folgten der Bewegung instinktiv mit den Augen. Es fühlte sich weniger wie eine Frage an, eher wie eine Beurteilung. Viivie wirkte sogar wie ein Raubtier, was die Beute umrundete. „Disziplin“, fuhr sie fort, während sie hinter ihr stehen blieb, „beginnt nicht im Ernstfall. Sie zeigt sich im Alltag.“ Hinter Aleras Rücken traf ihr Blick kurz den von Merlion. Für den Bruchteil einer Sekunde lag darin etwas anderes. Wissen. Planung. Vielleicht sogar ein Hauch von Belustigung. Dann war es wieder verschwunden. „Und die Haltung“, sagte sie trocken, während sie erneut vor Alera trat, „geht sicher noch etwas besser.“ Ein kaum wahrnehmbarer Moment der Stille folgte. Viivie blieb direkt vor ihr stehen. Ihr Blick war nun nicht mehr nur prüfend. Er war fordernd. „Von meinem Zweiten Offizier und einem Lieutenant Junior Grade erwarte ich, dass Sie das Beste herausholen. Aus Ihrer Abteilung. Und aus sich selbst.“

    Dann griff sie nach dem schwarzen Pin. Die Bewegung war ruhig. Fast beiläufig. Doch als sie ihn an Aleras Uniform befestigte, war das Gewicht des Moments deutlich spürbar. Metall auf Stoff. Ein leises Klicken. Es war kein Tadel, sondern eine Bestätigung. Gleichzeitig reichte sie ihr ein kleines Kästchen. Ihre Stimme senkte sich, als sie sich leicht näher beugte… gerade weit genug, dass es nur für Alera bestimmt war. „Als erste Amtshandlung dürfen Sie Ihren Kadetten befördern. Ob Sie ihn zu Ihrem Stellvertreter machen, überlasse ich Ihnen.“ Ein Hauch von Wärme lag nun in ihrem Ton. Kaum wahrnehmbar, aber er war da. Dann trat sie wieder zurück. Reichte ihr offiziell die Hand. „Auf gute Zusammenarbeit.“ Der Händedruck war fest. Kurz. Schlicht gesagt militärisch. „Und denken Sie daran: Sobald wir dort unten sind, werden Sie mein Schatten sein. Alles, was Sie als zu gefährlich einschätzen, überlasse ich Ihnen. In Sicherheitsangelegenheiten führen Sie das Kommando, Lieutenant.“ Das letzte Wort sprach sie bewusst deutlich aus. Damit jeder es hörte. Damit jeder es auch verstand. Sie hatte sie nicht vorgeführt. Sie hatte sie aufgebaut und gleichzeitig allen im Raum klargemacht, wem sie in der kommenden Mission das Außenteam anvertrauen würde.

    (585 Wörter)

    Ort: USS Harmony – Deck 01 – Konferenzraum
    Beteiligte Personen: Alle die sich im KR befinden

    Viivie hatte Alera während ihrer gesamten Ausführung aufmerksam beobachtet. Sie saß auf ihrem Platz am Kopfende des Konferenztisches, den Rücken gerade, die Schultern ruhig und kontrolliert. Ihre Hände lagen gefaltet vor ihr auf der glatten Oberfläche des Tisches, nur ihre Finger bewegten sich minimal gegeneinander, während sie zuhörte. Ihr Blick war fest auf ihre Sicherheitschefin gerichtet, kühl, konzentriert und frei von jeder vorschnellen Wertung. Sie ließ sich Zeit mit ihrer Antwort.

    Zunächst nickte sie Rhian und Merlion knapp zu, eine kleine, selbstverständliche Geste, ehe sie den Kopf leicht in Richtung des Arztes wandte. „Das war auch mein Gedanke. Nach der Besprechung möchte ich, dass Sie die Anpassung vornehmen.“ Ihre Stimme war ruhig und sachlich, weder hart noch nachgiebig, sondern getragen von der klaren Erwartung, dass ihre Anweisung verstanden und umgesetzt werden würde. Dann richtete sie ihre volle Aufmerksamkeit wieder auf Alera. Sie blieb sitzen, unverändert in ihrer Haltung, doch ihre Präsenz füllte den Raum dennoch vollständig aus. „Was Ihre Anmerkung betrifft … ich verstehe Ihren Standpunkt.“

    Eine kurze Pause folgte. Ihr Blick blieb ruhig und fest. „Und unter anderen Umständen würde ich Ihnen ohne Zögern zustimmen.“ Ihre Finger verschränkten sich nun etwas fester ineinander, eine kleine, kontrollierte Bewegung, die zeigte, dass ihr diese Entscheidung nicht gleichgültig war. „Ich halte nichts von Heimlichkeiten. Vertrauen ist die Grundlage dessen, was wir hier tun. Zwischen Offizieren. Innerhalb der Sternenflotte. Und auch gegenüber denen, denen wir begegnen.“

    Sie ließ diese Worte einen Moment wirken. „Aber in dieser Situation halte ich es für klüger, zunächst nicht offen zu zeigen, dass Orioner Teil des Außenteams sein werden. Wir befinden uns in einem sensiblen Einsatzgebiet. Die Aktivität des Orion-Syndikat hat zugenommen, und allein die falsche Wahrnehmung könnte ausreichen, um Misstrauen zu säen oder die Gespräche zu belasten, bevor sie überhaupt begonnen haben.“ Ihr Blick blieb auf Alera gerichtet. „Wir treten dort nicht nur als Individuen auf. Wir vertreten dieses Schiff. Und wir vertreten die Sternenflotte.“

    Ein kurzer Atemzug folgte. „Unsere Aufgabe ist es, Stabilität zu gewährleisten. Nicht, zusätzliche Spannungen zu erzeugen, selbst unbeabsichtigt.“ Dann wurde ihre Stimme etwas leiser. Persönlicher. Ohne ihre Ruhe zu verlieren. „Ich möchte jedoch, dass Sie eines verstehen. Diese Entscheidung ist keine Frage meines Vertrauens in Sie.“ Sie hielt ihren Blick fest. „Ich vertraue Ihnen. Andernfalls wären Sie nicht meine Sicherheitschefin. Ich würde Ihnen ohne zu zögern mein Leben anvertrauen.“ Es lag keine Übertreibung in ihren Worten. Nur eine klare, ruhige Wahrheit. „Aber ich bin an die Befehle von Ethan Kenrick gebunden. Es ist meine Pflicht, diese auszuführen und dabei das Schiff, die Crew und die Mission zu schützen. Ob mir jede einzelne Maßnahme persönlich gefällt oder nicht, ist dabei zweitrangig.“

    Erst danach ging sie auf den zweiten Punkt ein. „Was Ihre Frage bezüglich der verantwortlichen Zelle betrifft, verfügen wir derzeit nur über begrenzte und teilweise fragmentierte Informationen. Admiral Kenricks Berichte bestätigen koordinierte Angriffe, die eindeutig auf eine organisierte Struktur hindeuten. Aber eine eindeutige Identifizierung steht noch aus.“ Sie neigte den Kopf minimal. „Wenn Sie glauben, dass Ihre persönlichen Erfahrungen oder Kenntnisse uns dabei helfen können, diese Bedrohung besser einzuschätzen, dann erwarte ich Ihren Bericht. Direkt und vertraulich.“

    Ihre Hände lösten sich schließlich voneinander, und sie ließ ihren Blick langsam durch den Raum wandern, über jeden einzelnen Offizier hinweg. „Unser Vorteil ist Vorbereitung. Und Vertrauen.“ Erneut folgte eine kurze Pause, ehe sie ihre letzte Frage stellte. „Gibt es weitere Einwände oder Vorschläge?“

    (558 Wörter)

    Ort: USS Harmony – Deck 01 – Konferenzraum
    Beteiligte Personen: Alle die sich im KR befinden

    Viivie nickte ihrer Ersten Offizierin zu, als diese ihr das Wort an sie übergab. Für einen Moment glitt ihr Blick durch den Raum… prüfend, ruhig und aufmerksam. Sie nahm jede Regung wahr, jede Haltung, jede unausgesprochene Erwartung. Dann richtete sie sich ein wenig auf und deaktivierte das PADD in ihrer Hand. „Danke, Lieutenant.“ Mit einer kurzen, routinierten Bewegung aktivierte sie das Holodisplay über dem Tisch. Über ihnen erschien der Planet, langsam rotierend, von taktischen Markierungen, Flugrouten und Sensordaten umgeben.

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    „Unser Ziel ist Veylora IV. Eine Welt, die in den letzten Monaten immer wieder Probleme mit dem Orion-Syndikat hatte.“ Rote Markierungen blinkten auf. Frachtrouten. Kolonien. Relaispunkte. „Angriffe, Einschüchterungsversuche, verschwundene Transporte. Nichts, was für sich allein nach offenem Krieg aussieht, aber in der Summe genug, um die Lage jederzeit kippen zu lassen.“ Langsam ließ sie ihren Blick über die Anwesenden wandern, hielt hier und da einen Moment länger inne. „Wir werden Admiral Ethan Kenrick bei der Verteidigung unterstützen. Sein Schiff ist bereits vor Ort, jedoch stark eingebunden und personell ausgelastet. Wir übernehmen zusätzliche Patrouillen, reagieren auf Notrufe und schließen genau dort die Lücken, wo sie entstehen, bevor jemand anderes sie ausnutzen kann.“

    Das taktische Bild wechselte. Nun zeigte die Projektion die Oberfläche, sowie Siedlungsstrukturen, Energieemissionen und mögliche Landezonen. „Zusätzlich steht der Erstkontakt mit der einheimischen Spezies bevor. Sie sind vorsichtig, misstrauisch und wenn man ehrlich ist, haben sie allen Grund dazu.“ Ihre Stimme blieb sachlich und kühl. Beinahe eisig. „Damit ist jede Entscheidung, die wir treffen, von Bedeutung. Wie wir auftreten. Wie wir kommunizieren. Wie und wann wir eingreifen. Wir vertreten nicht nur dieses Schiff, wir vertreten die gesamte Sternenflotte.“ Sie machte eine kleine Pause, gerade lang genug, dass sich die Worte setzen konnten. „Ich will keine unnötigen Risiken. Keine Heldentaten. Wir handeln überlegt und geschlossen. Wenn wir kämpfen müssen, dann tun wir das effektiv. Aber in erster Linie sind wir dort, um Stabilität zu bringen und zu zeigen, dass die Sternenflotte sich um ihre Verbündeten sorgt und zu ihrem Wort steht.“

    Nun sah sie in die Runde, offen, erwartungsvoll, aber auch fordernd. „Vorschläge Ihrerseits?“ Ein kurzer Atemzug, dann erinnerte sie sich an den letzten Punkt. „Und ehe ich es vergesse… Ich werde selbst auf den Planeten gehen, um die Gespräche zu führen. Lieutenant Thetys übernimmt währenddessen die Führung über die Harmony und trägt die Verantwortung für das Schiff.“ Ihr Blick glitt hinüber zu Alera. „Wie es das Protokoll verlangt, werden Sie Teil meiner persönlichen Eskorte sein. Bei der weiteren Zusammenstellung haben Sie freie Hand.“ Wieder wanderte ihr Blick durch den Raum. „Also…ich höre.“

    (422 Wörter)

    Ort: USS Harmony – Deck 01 – Konferenzraum
    Beteiligte Personen: Alle die sich im KR befinden

    Viivie hatte Merlion zu Beginn mit einem knappen, zustimmenden Nicken das Wort überlassen. Während die Lieutenant ihren Bericht vortrug, blieb sie selbst still, die Hände locker vor sich auf dem Tisch gefaltet. Nach außen hin wirkte sie beinahe regungslos, ein fester Punkt inmitten der konzentrierten Aufmerksamkeit. Ihr Blick jedoch verriet, dass sie alles andere als entspannt war. Langsam glitt er über die versammelten Offiziere, blieb bei dem einen oder anderen einen Herzschlag länger haften, aufmerksam und prüfend zugleich, als würde sie jedes Detail in sich aufnehmen und an einem inneren Maßstab messen. Das Grün ihrer Augen war kühler als gewöhnlich, die vertraute Wärme einer klaren, fast kameradschaftlichen Erwartung war verschwunden. Zurück geblieben war reine Führung.

    Wer sie kannte, wusste, dass sie gedanklich längst weiter war. Bei dem, was kam. Die neuen Befehle warteten. Es war unausweichlich, aber sie war bereits bereit, das Gleichgewicht dieser ruhigen, funktionierenden Ordnung zu verschieben. Sie spürte ihr Gewicht beinahe körperlich, wie einen zusätzlichen Stern im Raum, dessen Gravitation alles unmerklich zu sich zog. Doch noch war nicht der Moment, sie auszusprechen. Erst musste dieser hier abgeschlossen sein. Als Merlion ihre Ausführungen beendet hatten und die Gelegenheit für Wortmeldungen im Raum stand, richtete Viivie sich ein wenig auf. Es war keine große Bewegung und kein dramatisches Zeichen und doch reichte es aus.

    Ihre Stimme war kühl, beinahe frostig, kontrolliert bis in die feinste Nuance. Sie ließ keinen Zweifel daran, dass ihr nichts entging. „Sie haben Lieutenant Thetys gehört“, sagte sie ruhig und ließ den Blick erneut durch die Runde wandern. Er war weder hastig noch zufällig, doch jeder bekam ihn zu spüren. „Wenn es Ergänzungen, Einwände oder Probleme gibt, dann ist jetzt der Zeitpunkt, sie vorzubringen. Sobald wir diesen Punkt verlassen, richtet sich unser Fokus vollständig auf den bevorstehenden Auftrag.“

    Eine Einladung und gleichzeitig die letzte Warnung. Niemand würde später behaupten können, er habe keine Gelegenheit gehabt. Die Stille, die folgte, war gespannt und beinahe greifbar. Sie legte sich über den Tisch, kroch in Uniformkragen, machte das leise Summen der Technik plötzlich hörbar. Die Kommandantin wartete und schien noch geduldig zu sein.

    (346 Wörter)

    Ort: USS Harmony – Deck 01 – Konferenzraum
    Beteiligte Personen: Alle die sich im KR befinden

    Viivie hatte neben dem Gespräch mit Admiral Ethan Kendrick auch noch ein kurzes, aber nicht minder wichtiges Gespräch mit Commodore Haywood geführt. Beides zusammen hatte dazu geführt, dass sie die wartenden Offiziere deutlich länger als beabsichtigt hatte warten lassen. Noch kurz zuvor hatte sie sich einen doppelten Espresso replizieren lassen, der wievielte es inzwischen war, hätte sie selbst nicht mehr mit Sicherheit sagen können. Ebenso wenig hätte sie sagen können, wie viele Stunden sie bereits im Bereitschaftsraum verbracht hatte, seitdem sich die Ereignisse überschlagen hatten.

    Als sie diesen schließlich verließ und unmittelbar die routinierte Meldung „Captain auf der Brücke“ hörte, nickte sie nur leicht zur Bestätigung. „Weitermachen“, entgegnete sie knapp, ohne ihr Tempo zu verändern, und setzte ihren Weg mit ruhiger, kontrollierter Haltung fort. Wie so oft war es ihr nicht anzusehen, wie hoch der innere Druck gewesen war, unter dem sie gestanden hatte. Nach außen wirkte sie gefasst, konzentriert und vollkommen präsent. Ohne zu zögern betrat sie den Konferenzraum, ließ den Blick kurz über die anwesenden Offiziere gleiten und nickte ihnen knapp, aber respektvoll zu. Mit der Tasse in der einen und mehreren PADDs in der anderen Hand steuerte sie zielgerichtet ihren Platz an und nahm in einer fließenden, beinahe eleganten Bewegung Platz. Erst dann stellte sie die Unterlagen ordentlich vor sich ab.

    „Entschuldigen Sie die Verspätung. Ich hatte noch zwei Gespräche mit der Admiralität“, erklärte sie ruhig und sachlich, während ihr Blick erneut durch den Raum wanderte. „Wie es aussieht, fehlen noch einige Offiziere. Wir geben ihnen noch ein paar Minuten. Die Anwesenden können sich gern etwas zu trinken nehmen.“ Für einen kurzen Moment glitt ihr Blick in Richtung des Replikators, dann wandte sie sich Merlion zu. „Haben Sie an die Unterlagen gedacht, was die vier Offiziere betrifft?“, fragte sie in einem bewusst gespielt strengen Tonfall. Die Crew sollte selbst entscheiden, ob darin ein Tadel oder etwas Positives lag. „Das würde ich nämlich gern am Ende verteilen“, fügte sie leiser hinzu, fast vertraulich. Anschließend lehnte sie sich leicht zurück, schlug ruhig das rechte über das linke Bein und nahm einen kleinen Schluck von ihrem Espresso, während sie die Atmosphäre im Raum aufmerksam aufnahm und auf das Eintreffen der restlichen Offiziere wartete.

    (363 Wörter=

    Ort: Bereitschaftsraum --> Brücke
    Beteiligte Personen:  Pete Farrell  Krelor  Niylah Zelina Lemkin-Wick

    Viivie stand am Fenster ihres Bereitschaftsraums und ließ den Blick hinaus ins All schweifen. Die Sterne zogen ruhig vorbei, ein vertrauter Anblick, der ihr in solchen Momenten half, die Gedanken zu ordnen. Sie hatte gar nicht bemerkt, das die Türen sich nicht geschlossen hatten. Für sie war vieles von dem, was heute geschehen war, noch ungewohnt… neue Gesichter, neue Verantwortung, neue Entscheidungen, die alle auf ihr lasteten. Erst als ihr endlich auffiel, dass sich die Türen nicht geschlossen hatten, drehte sie den Kopf leicht zur Seite. Noch ehe sie etwas sagen konnte, hörte sie bereits eine vertraute Stimme. Pete.

    Sie stellte ihre Tasse zurück in den Replikator, ließ sie verschwinden und lächelte, fast schon automatisch. „Und du bist immer noch so charmant wie früher“, stellte sie fest und schüttelte leicht den Kopf, ehe sie auf ihn zuging und ihn freudig umarmte. Es war lange her, dass sie sich das letzte Mal gesehen hatten. Wie lange genau, hätte sie aus dem Stegreif nicht sagen können… vier, vielleicht fünf Jahre. Eine Zeit, in der viel passiert war. Damals war sie noch keine Erste Offizierin gewesen. Und jetzt… war sie Captain. Der Gedanke ließ sie kurz innehalten, noch bevor sie sich wieder von ihm löste. Erst dann reagierte sie auf seine letzten Worte. „Eine Party also?“ Sie hob leicht eine Augenbraue, ein amüsiertes Funkeln in den Augen. „Na ja, warum also nicht. Dann kann ich gleich testen, was du verträgst, und du kannst mir erzählen, was bei dir so los war.“ Ein Hauch von Wärme lag in ihrer Stimme, als sie fortfuhr: „Ich denke, morgen solltest du den jüngsten Doru kennenlernen.“ Sie wusste, dass Pete sein Patenkind noch nicht gesehen hatte und allein dieser Gedanke ließ sie unwillkürlich lächeln. „Dann würde ich sagen, wir machen uns gleich auf den Weg“, fügte sie hinzu, nachdem sie die Umarmung vollständig gelöst hatte.

    Gemeinsam verließen sie den Bereitschaftsraum und traten auf die Brücke. Viivies Blick fiel sofort auf einen der neuen Kadetten, der gerade mit Adrian sprach. Sie hatte nur Bruchstücke des Gesprächs mitbekommen, aber genug, um zu wissen, dass es sich um den neuen Ingenieur handeln musste. Die Akte, die sie von Lieutenant Cunningham erhalten hatte, kam ihr sofort wieder in den Sinn. „Cadet Krelor, wenn ich mich nicht irre“, sagte sie lächelnd, freundlich, aber mit der selbstverständlichen Autorität einer Kommandantin.

    Dann wandte sie sich an MBasa. „Sie haben weiterhin die Brücke“, sagte sie knapp, aber klar, ehe sie den Blick wieder zu den Kadetten richtete. „An dieser Stelle: Willkommen an Bord.“
    Ihr Ton wurde etwas lockerer. „Sie haben nun die einmalige Gelegenheit, uns auch privat kennenzulernen, sofern Sie uns in die Lounge begleiten möchten.“ Fast beiläufig fügte sie hinzu: „Und ehe ich es vergesse: Das hier ist Captain Pete Farrell.“ Sie deutete auf ihn. „Ein Ass im Bereich Sicherheit und Wissenschaft… das kann man doch so sagen, nicht wahr?“ Schon während sie sprach, war sie dabei, den Turbolift anzusteuern. Kurz hielt sie inne, drehte den Kopf zu Adrian und sah ihn mit einem leichten, erwartungsvollen Lächeln an. „Kommst du mit?“


    Ort: Launge - Bar
    Beteiligte Personen:  Yukari Nishizumi @Ray & Hyde, sowie andere Piloten

    Lauren hatte der Ersten Offizierin lediglich knapp zugenickt. Die Geste war klein, aber eindeutig, ein stilles Signal dafür, dass sie sehr genau darauf achtete, wem sie Alkohol mit wirklich hohem Gehalt ausschenkte und wem nicht. Sie nahm diese Verantwortung ernst, auch wenn sie es nach außen gern spielerisch wirken ließ. Ihr Blick wanderte über die Gruppe, blieb kurz bei der Japanerin hängen, und ein kaum sichtbares Schmunzeln huschte über ihr Gesicht. Offenbar war diese für heute raus. Ohne Kommentar dazu zu verlieren, wandte Lauren sich stattdessen Hyde zu. „Und ich dachte, du lässt nicht jeden aus deinem Glas trinken“, sagte sie und zog dabei leicht eine Augenbraue hoch. „Nee, nee… nun hast du mich bitter enttäuscht.“ Sie setzte eine übertrieben enttäuschte Miene auf, schürzte die Lippen und schüttelte den Kopf… eindeutig gespielt, aber mit genug Charme, um klarzumachen, dass sie es nicht wirklich ernst meinte.

    Schon während sie sprach, war sie wieder hinter der Bar in Bewegung. Routiniert griff sie nach den Zutaten für einen Muntermacher. Ihre Hände arbeiteten sicher, während sie Maß nahm, einschenkte und umrührte. Einen Moment hielt sie inne, betrachtete die Mischung und dachte kurz darüber nach, ob sie den Drink wirklich so scharf ansetzen sollte. Ein flüchtiger Zweifel. Dann entschied sie sich doch dafür. Andererseits würde es sie sicher wieder klarer machen, ging es ihr durch den Kopf, während sie den letzten Bestandteil hinzufügte. Lauren schob das Glas schließlich über den Tresen. Die tiefrote Farbe erinnerte stark an eine Bloody Mary… dickflüssig, würzig, mit einem Duft, der bereits ahnen ließ, dass der Drink es in sich hatte. Sie sah zu Ray und dann zu Yukari. „Hier“, sagte sie ruhig. „Das sollte sie wieder fit machen, sofern sie scharfe Drinks vertragen können, Commander Nishizumi.“

    Der beinahe unschuldige Blick, den sie Yukari dabei zuwarf, stand in deutlichem Kontrast zum Inhalt des Glases. Ein feiner Zug um Laurens Mundwinkel verriet, dass sie sehr genau wusste, was sie da servierte. Die Bar war erfüllt von leiser Musik, dem Murmeln der Crew und dem leichten Klirren von Gläsern und Lauren wirkte für einen Moment ganz in ihrem Element. Locker, aufmerksam, mit genau der richtigen Mischung aus Kontrolle und Provokation.

    (864 Wörter)

    Ort: Lounge
    Beteiligte Personen: Yukari Nishizumi   Kincaid Fearghas  Alera Numar Niylah Zelina Lemkin-Wick(Echo)  @Sebastian Warwick Rhian Lareth   Treya Valen@piloten und alle, die ich vergessen hab.

    Lauren sah erst zu Echo, dann zu Rhian und nickte ihnen leicht zu. Ihr Blick war ruhig, fast erwartungsvoll, als wolle sie ihre Reaktionen abwarten. Sie öffnete gerade den Mund, um zu antworten, als Ray offenbar beschloss, sich in Szene zu setzen. Lauren rollte deutlich mit den Augen. Es kostete sie sichtbar Mühe, keinen bissigen Kommentar fallen zu lassen. Stattdessen fixierte sie ihn nur mit ihren eiskalten, blauen Augen… ein Blick, der schon klarmachte, was sie von so einem Auftritt hielt. „Bei den ganzen Namen wird mir ja fast warm ums Herz“, erwiderte sie schließlich trocken und sarkastisch.

    Mit einer geschmeidigen Bewegung sprang sie über den Tresen. Die Art, wie sie landete, war elegant, sicher, fast tänzerisch. Ohne Hast stieg sie auf den Stuhl wo Ray stand, und kam ihn mit der aktion deutlich nah, um näher an Alera zu kommen und lächelte. Ein Lächeln, das zugleich ruhig und intensiv war. Ihre blauen Augen suchten Aleras Blick und hielten ihn fest. „Ich denke, ich habe genau das, was du verdienst“, sagte sie ruhig. „Etwas Elasianisches.“ Die Nähe war bewusst gewählt, aber nicht aufdringlich. Ihre Stimme senkte sich, als sie weitersprach. „Vel’Shara… oder auch kurz Shara…“ Sie flüsterte Alera nun die Bedeutung zu, leise, beinahe vertraulich. „Es beschreibt eine außergewöhnlich schöne, leuchtende Gestalt. Sie gilt als Hüterin von Lebensenergie, Emotion und Verlangen. Und ich denke, das passt zu dir.“

    Sie reichte ihr schließlich den Drink. Ihre Haltung verriet dabei etwas, das über bloße Neckerei hinausging… Respekt. Lauren wandte sich nun an die anderen. „Die Vel’Shara waren die Hüterinnen der Essenz. Etwas Besonderes. Und nichts, was niedlich klingt.“ Sie hob leicht eine Augenbraue. „Oder findet ihr, etwas Niedliches passt zu einer Kriegerin wie Alera?“ Der Unterton war eindeutig: Der Kampf im Turbolift hatte Eindruck hinterlassen. Und dieser Eindruck war geblieben.

    Ihr Blick wanderte zur Tür, als sie bemerkte, dass die CON gerade die Lounge betrat. Sofort winkte sie ihr zu. „Ah, genau die Richtige.“ Sie grinste leicht. „Chief, ich habe gehört, dass auch Navigationsoffiziere wissen, wie man feiert. Bitte enttäuschen Sie mich jetzt nicht.“ Dann ließ sie den Blick durch die Runde gleiten. „Und hat jemand etwas vorbereitet für unseren Ehrengast? Vorausgesetzt natürlich, jemand hatte überhaupt daran gedacht, sie einzuladen?“ Es war halb Scherz, halb Herausforderung und zugleich ein stiller Hinweis darauf, dass sie sehr wohl wusste, dass die Kommandantin ein kleines Jubiläum hatte.

    Ort: Bereitschaftsraum
    Beteiligte Personen: Sor'Qan

    Im Bereitschaftsraum hatte Viivie Sor’Qan die ganze Zeit über aufmerksam zugehört. Nicht mit der kühlen, distanzierten Strenge einer Vorgesetzten, sondern mit jener stillen, konzentrierten Präsenz, die zeigte, dass sie jedes seiner Worte ernst nahm und sorgfältig abwog. Ihr Blick wich kaum von ihm, und doch lag darin nichts Bedrängendes, eher eine Offenheit, die Raum ließ.Je länger der Kadett sprach, desto deutlicher wurde ihr, dass eine spontane Antwort nicht ausreichen würde. Sie musste überlegen, wie sie reagieren wollte. Nicht, weil seine Worte unpassend gewesen wären, sondern weil sie Gewicht hatten. Weil sie ehrlich gewesen waren.

    Komplimente waren nie ihre Stärke gewesen. Sie hatte gelernt, Verantwortung zu tragen, Entscheidungen zu fällen, Befehle zu geben, doch Anerkennung entgegenzunehmen oder darauf einzugehen, hatte sich für sie immer ungewohnt angefühlt. Etwas, das sie selbst als kleine, fast unscheinbare Schwäche betrachtete. Eine, mit der sie jedoch zu leben wusste. Sie ließ einen kurzen Moment verstreichen, in dem nur das gedämpfte Summen der Systeme den Raum erfüllte, bevor sie schließlich das Wort ergriff. „Ich kann mir gut vorstellen, dass das alles nicht leicht ist“, begann sie ruhig. Ihre Stimme war kontrolliert, aber nicht kühl, getragen von ehrlichem Verständnis. „Ich stamme selbst von zwei unterschiedlichen Spezies ab, und ich denke, bei mir ist es etwas einfacher, mit beiden Seiten umzugehen.“

    Ein leichtes Neigen ihres Kopfes unterstrich ihre Offenheit, ebenso wie der aufmerksame, wache Ausdruck in ihren Augen. „Korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege“, fuhr sie fort, ohne den Blick von ihm zu nehmen, „aber ich kann mir vorstellen, dass es für Sie teilweise ein innerer Kampf ist zwischen Ihrer vulkanischen und Ihrer klingonischen Seite.“ Der Tonfall war interessiert, nicht wertend. Neugierig, nicht analytisch. Und es war deutlich, dass sie seine Akte nicht nur oberflächlich kannte. Sie hatte sie gelesen, verstanden und sich Gedanken gemacht.

    Bei seiner letzten Frage hielt Viivie erneut inne. Sie griff nach ihrem Getränk, nahm einen ruhigen Schluck und ließ sich einen Augenblick Zeit, bevor sie antwortete. Nicht, um Spannung zu erzeugen, sondern um die richtigen Worte zu finden. „Wissen Sie“, sagte sie schließlich, „ich war selbst einmal Sicherheitsoffizier.“ Ihre Stimme blieb ruhig, doch ein feiner Nachhall von Erfahrung schwang darin mit. „Und wenn ich ehrlich bin, schätze ich Offiziere, die zu ihren Entscheidungen stehen.“ Unmerklich wurde ihr Ton etwas fester, ohne dabei streng zu wirken. „Natürlich bedeutet mir das Protokoll viel. Struktur ist wichtig. Verlässlichkeit ebenso.“ Sie machte eine kurze Pause. „Aber wenn ich mich einmal zu sehr in etwas verbeiße, sollte gerade ein Sicherheitsoffizier den Mut haben, seine Bedenken zu äußern.“

    Ihr Blick ruhte nun fest auf ihm, offen und zugleich fordernd – nicht als Prüfung, sondern als Angebot. „Nur wäre es schön“, fügte sie mit einem kaum wahrnehmbaren Anflug von Nachdruck hinzu, „dies dann nicht unbedingt auf der Brücke zu tun.“ Es war keine Zurechtweisung. Eher eine Einladung. Zu Haltung. Zu Verantwortung. Zu Mut, der von Bedacht begleitet wurde. Viivie lehnte sich leicht zurück, verschränkte nicht die Arme, sondern blieb offen in ihrer Haltung, während sie auf seine Reaktion wartete. Auf seine Worte. Auf das, was er aus dem Gesagten machen würde.

    (902 Wörter)

    Ort: Brücke --> Lounge
    Beteiligte Personen: @Echo, Rhian Lareth  @Sebastian Warwick 

    Lauren nickte der Gruppe zu, ihr Blick wanderte kurz von einem zum anderen, als wolle sie sicherstellen, dass wirklich alle dabei waren. Ein leichtes, fast schon erleichtertes Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Dann hoffe ich, dass ihr alle einen guten Drink vertragen könnt“, sagte sie locker. „Getränke aus Elas sind recht stark, aber ich denke, wir können heute einfach alle einen starken Drink vertragen.“ Mit diesen Worten setzte sich die kleine Gruppe in Bewegung und machte sich auf den Weg zur Lounge. Lauren ging ein Stück voraus, hielt dann jedoch kurz inne. „Ich mache vorher noch einen kleinen Abstecher in mein Quartier“, meinte sie beiläufig. „Ich muss die Getränke holen.“

    Es war kein Umweg, sondern eine bewusste Pause. In ihrem Quartier angekommen, griff sie gezielt nach den Flaschen: elasianischer Wein, elasianischer Gewürzwein und schließlich der elasianische Likör. Allein der Anblick reichte aus, um ihr klarzumachen, dass der Abend vermutlich intensiver werden würde, als sie es sich selbst eingestand. Doch genau das wollte sie gerade. Einige Minuten später betrat Lauren die Lounge und sprang mit selbstverständlicher Routine hinter die Bar. Wer bereits anwesend war, nahm sie nur am Rande wahr... ein flüchtiger Blick, mehr nicht. Ihr Fokus lag jetzt auf den Gläsern, den Flaschen, den Handgriffen, die ihr vertraut waren.

    Sie stellte die Getränke ordentlich zur Seite und begann, einen der stärkeren Drinks zu mixen. Ihre Bewegungen waren sicher, fast schon spielerisch, während sie Maß nahm, einschenkte, umrührte. Der Duft des Likörs mischte sich mit den Gewürzen und erfüllte die Bar mit einer warmen, schweren Note. Lauren schob schließlich zwei Gläser über den Tresen, eines zu Rhian, eines zu Echo. „Das ist einer meiner Lieblingsdrinks“, erklärte sie mit einem schiefen Lächeln. „Ich denke, das sollte euch munden.“

    Dann griff sie nach ihrem eigenen Glas, hob es leicht an und ließ den Blick durch den Raum wandern. Ihre Haltung war entspannt, doch in ihren Augen lag dieser bekannte, herausfordernde Funke. „Also“, begann sie und hob das Glas ein Stück höher, „auf was wollen wir trinken?“ Ein kurzer Moment verging, ehe sie die Braue hob und mit einem provokanten Grinsen nachsetzte: „Und mag noch wer mitmachen, oder traut sich sonst keiner?“ Ihre Stimme hallte leicht durch die Lounge, locker, selbstbewusst, fast herausfordernd. Für einen Augenblick fühlte es sich an, als würde der Druck des Tages tatsächlich von ihr abfallen — zumindest solange das Glas noch in ihrer Hand lag und die Nacht vor ihnen lag.


    (401 Wörter)

    Ort: Brücke
    Beteiligte Personen:  Rhian Lareth  @Sebastian Warwick @Echo

    Lauren bemerkte, wie sich Echo bereits abwenden wollte, offenbar im Begriff, allein weiterzugehen. Ohne lange zu überlegen, streckte sie die Hand aus und hielt sie sanft, aber bestimmt auf. „Hey, die Einladung gilt für alle“, sagte sie mit einem schiefen, beinahe verschwörerischen Lächeln. „Ich habe etwas von Elas dabei, das sicher genau deinen Geschmack treffen wird.“ Der Ton war locker, fast spielerisch, doch hinter den Worten lag Absicht. Lauren wollte niemanden zurücklassen. Vielleicht, weil sie selbst gerade nicht allein sein wollte. Vielleicht, weil sie das Bedürfnis hatte, diesen Tag nicht im Stillen ausklingen zu lassen.

    Sie trat einen halben Schritt näher an Echo heran und fügte mit einem leichten Funkeln in den Augen hinzu: „Abgesehen davon musst du mit mir anstoßen. Immerhin verdanke ich dir meinen neuen Pilotennamen.“ Für einen Moment blieb sie stehen und wartete ab, wie die andere Pilotin reagieren würde. Laurens Haltung war offen, die Schultern entspannt, doch innerlich war sie alles andere als ruhig. Es war ihr wichtig, Echo mitzunehmen… nicht nur aus Höflichkeit, sondern weil dieser Moment nach einem gemeinsamen Abschluss verlangte.

    Dann wandte sie sich Sebastian zu. „Ich denke, das ist auch eine gute Gelegenheit, dass wir uns alle besser kennenlernen“, meinte sie und ließ den Blick dabei bewusst auch zu Rhian wandern. Unwillkürlich huschte ein Gedanke durch ihren Kopf: ###Die Romulanerin dürfte mit destilliertem Elasia-Likör keine Probleme haben.### Der Gedanke ließ sie kurz schmunzeln. Den Nektar erwähnte sie bewusst nicht. Der war… für jemand anderen gedacht. Ein Detail, das sie für sich behielt, fast schon schützend. Sie verschränkte locker die Arme, wartete auf die Reaktionen der anderen und spürte dabei, wie die Spannung des Tages langsam von ihr abfiel — zumindest ein wenig. Der Gedanke an den Lift, an die Schlägerei, an den Kuss drängte sich zwar immer wieder auf, doch sie zwang sich, ihn nicht weiter zu verfolgen. ###Später, sagte sie sich. Jetzt nicht.####

    Ort: Konferenzraum --> Bereitschaftsraum
    Beteiligte Personen:  Sor'Qan

    Viivie nickte schließlich leicht und trat mit ihrem frisch replizierten Espresso zur Sitzgruppe. Der Duft des starken Kaffees erfüllte den Raum, warm und intensiv. Sie setzte sich ruhig in einen der Sessel, schlug das linke Bein über das rechte und legte das PADD mit der Akte des Kadetten ordentlich auf den Tisch. Allein diese Geste machte deutlich, dass sie nun von der formellen Rolle der Kommandantin in eine prüfende, persönliche Haltung wechselte. Sie wollte sich ein eigenes Bild machen — ohne Zwischenfilter, ohne Berichte Dritter. „Zunächst einmal: Willkommen an Bord“, begann sie ruhig. Ihre Stimme war freundlich, aber klar. „Sie sind zu einem sehr günstigen Zeitpunkt zu uns gestoßen. In den nächsten Tagen brechen wir zu unserer ersten Mission auf, oder bereiten sie zumindest vor. Es sei denn, wir erhalten andere Befehle.“

    Sie nahm einen Schluck von ihrem Espresso, ließ den Blick kurz auf dem Kadetten ruhen, aufmerksam, nicht wertend. Dann lehnte sie sich leicht zurück und schob das PADD ein Stück von sich weg. Ein bewusstes Zeichen, dass dieses Gespräch nicht aus Akten, sondern aus Worten bestehen sollte. „Ich bin neugierig“, fuhr sie fort. „Erzählen Sie mir etwas über sich, Cadet. War es Ihr eigener Wunsch, hierher versetzt zu werden?“

    Ein kurzer Moment der Stille entstand, den sie nicht unterbrach.„Sie können mir natürlich auch Fragen stellen“, fügte sie hinzu. „Hier und jetzt haben Sie die Gelegenheit dazu.“ Viivie wusste aus Erfahrung, dass solche Momente selten waren. Zeit war ein Luxus, besonders im Dienst. Auch wenn man ihr die neun Jahre in der Sternenflotte kaum ansah und sie mit ihren fast vierunddreißig Jahren noch vergleichsweise jung wirkte, hatte sie längst gelernt, wie wertvoll diese ruhigen Augenblicke waren. Sie wartete geduldig, den Espresso in der Hand, den Blick offen — bereit zuzuhören.

    (600 Wörter)

    Ort: Konferenzraum --> Bereitschaftsraum
    Beteiligte Personen:  Sor'Qan

    Viivie sah zu dem Kadetten hinüber, während ihre Erste Offizierin die Vorstellung übernahm. Ihr Blick ruhte einen Moment länger auf ihm, ruhig, aufmerksam, beinahe analytisch. Sie nahm seine Haltung wahr, die leichte Anspannung in den Schultern, die Art, wie er versuchte, ruhig zu wirken. Dann wandte sie sich wieder Merlion zu und nickte ihr leicht zu — ein stilles Zeichen, dass für sie an dieser Stelle alles gesagt war. Als sie mitbekam, dass nun zunächst Gespräche mit den TOs vorgesehen waren und der Kadett warten sollte, schüttelte sie kaum merklich den Kopf. „Bitte folgen Sie mir in meinen Bereitschaftsraum, dann können wir auch gleich das Erstgespräch führen“, sagte sie ruhig. Die Entscheidung war eindeutig.

    Sie erhob sich elegant und verließ mit dem jungen Offiziersanwärter den Raum. Auf dem Weg über die Brücke nickte sie Echo und Icefire kurz zu, professionell und beiläufig zugleich, ehe sie ihren Bereitschaftsraum betrat. Ohne ein Wort ging sie zum Replikator, drehte sich halb zu dem Kadetten um und fragte: „Kann ich Ihnen etwas zu trinken anbieten, ehe wir beginnen?“ Sie deutete auf die Sitzgruppe und orderte sich selbst einen doppelten Espresso. Während das Getränk repliziert wurde, ließ sie bewusst eine kleine Pause entstehen — Zeit, in der sich der Kadett sammeln konnte, und in der sich der Raum von der formellen Besprechung zu einem persönlicheren Gespräch wandelte.


    Ort: Brücke
    Beteiligte Personen:  Rhian Lareth  @Sebastian Warwick @Echo Alera Numar(erwähnt)

    Auf der Brücke hingegen blieb Lauren einen Moment stehen, nachdem Viivie ihren Raum betreten hatte. Erst jetzt, da der Druck der offiziellen Besprechung von ihr abfiel, spürte sie, wie erschöpft sie eigentlich war. Nicht nur körperlich auch innerlich fühlte sie sich ausgelaugt. Sie sah zu Echo, Rhian und Sebastian, musterte ihre Gesichter, suchte unbewusst nach Normalität. Etwas Vertrautem. „Wollen wir zur Lounge gehen?“, fragte sie schließlich mit einem schiefen Lächeln. „Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kann jetzt echt einen Drink vertragen — einen, der etwas stärker ist als Kaffee.“

    Der Tonfall war locker, fast schon ironisch, doch hinter dem Lächeln lag mehr, als sie zeigte. Der Tag war hart gewesen. Zu hart. Und obwohl sie sich bemühte, nicht daran zu denken, drängten sich die Bilder der Schlägerei mit Alera wieder in ihr Bewusstsein. Die Enge des Lifts. Der Schmerz. Der Kontrollverlust. Und dann — der Kuss. Der Gedanke daran ließ ihr Herz kurz schneller schlagen, sehr zu ihrem eigenen Ärger. Sie wusste noch immer nicht, wie sie das einordnen sollte. Es hatte keinen Sinn ergeben. Nicht im Kontext. Nicht für sie. Und doch ließ es sie nicht los. Je mehr sie versuchte, es als Ausrutscher abzutun, desto präsenter wurde die Erinnerung. Was es noch komplizierter machte, war die Tatsache, dass sie eigentlich auf jemand ganz anderen stand. Das hatte sie vom ersten zusammentreffen mit Ray getan. Daran hatte sich nichts geändert und trotzdem fühlte sich diese Gewissheit plötzlich weniger eindeutig an, als sie es gewohnt war. Ein unangenehmes Ziehen legte sich in ihre Brust. Verwirrung war etwas, das Lauren schlecht ertrug. Sie mochte klare Linien. Klare Entscheidungen. Doch genau die fehlten ihr gerade. Sie stand auf Ray und sie wusste, dass sie es ihm erzählen musste…

    Sie zwang sich, das Lächeln beizubehalten, verschränkte locker die Arme und wartete auf die Reaktionen der anderen. Vielleicht würde ein gemeinsamer Drink helfen. Vielleicht würde es den Lärm in ihrem Kopf für eine Weile leiser machen. Und vielleicht hoffte sie insgeheim würde Abstand genau das sein, was sie jetzt brauchte.

    (558 Wörter)

    Ort: Konferenzraum
    Beteiligte Personen:  Merlion Thetys Yukari Nishizumi Kincaid Fearghas  Alera Numar  Niylah Zelina Lemkin-Wick @Piloten

    Viivie sah zunächst zu Merlion und nickte ihr zu. Ihr Blick war ruhig, aber aufmerksam, als sie sprach: „Einverstanden. Danke, dass Sie das übernehmen.“ Ihre Worte waren leise, doch mit der klaren Resonanz einer Kommandantin, die Entscheidungen nicht halbherzig traf. Danach wandte sie sich Ray zu, der bereits seinen Bericht vorlegte. Während er sprach, musterte sie ihn aufmerksam. Die Körperhaltung des Piloten war kontrolliert, die Stimme stabil… er verstand seine Leute und die Situation. Was er sagte, klang bereits vielversprechend. Natürlich mussten sich die Mitglieder der Staffel noch aneinander gewöhnen; das war absehbar gewesen. Aber es gab keinen Zweifel, dass Ray strukturiert geführt hatte. „Gut. Und Lieutenant, ich wollte sehen, wie Ihre Leute in Stresssituationen reagieren. Und nach dem, was ich gesehen habe, haben Sie die Aufgabe unter den Umständen gut gemeistert“, bestätigte Viivie sachlich, aber mit einem leichten Anflug von Zufriedenheit in der Stimme.

    Ihr Blick wanderte zur Tür, als sich diese öffnete und der Chefarzt den Raum betrat. Ein kurzer Moment verging, in dem sein entschuldigendes Auftreten die Aufmerksamkeit auf sich zog. Viivie nickte knapp, ohne in ihrer Haltung nachzugeben. „Es kann immer mal zu Verspätungen kommen. Geben Sie beim nächsten Mal einfach Bescheid, wenn Sie sich etwas verspäten, Doc.“

    Dann richtete sie die Aufmerksamkeit auf die CI, die gerade ihren Bericht fortführte. Viivie hörte schweigend zu, und ihre Miene entspannten sich für einen Augenblick, als die Informationen positiver ausfielen als erwartet. Erneut nickte sie, und ein leichter Funken Zufriedenheit spiegelte sich in ihren Augen wider. „Dann haben wir diesmal gar nicht so viele Fehlstellungen durch die Werft. Das hört sich schon mal gut an. Ich nehme daher an, dass nichts gegen unseren ersten richtigen Einsatz spricht, was die Harmony betrifft, Commander Lareth?“ Sie ließ Lareth bewusst einen Moment Zeit, zu reagieren, während im Raum eine gespannte, aber zuversichtliche Ruhe entstand.

    Nach einem kurzen Augenblick wandte sie sich Alera zu. Die Orionerin wirkte konzentriert, aber sichtlich angespannt unter dem Blick der Kommandantin. „Wie ich bereits im Bereitschaftsraum sagte, bekommen Sie Ihre Chance, Ensign.“ Die Worte hallten im Raum nach, schwer, aber fair. „Hiermit ernenne ich Sie zur neuen Sicherheitschefin. Ihre erste Aufgabe wird es sein, unseren neuen Kadetten einzuarbeiten, den wir bei Utopia an Bord holen. Sie bekommen also Verstärkung in Ihrer neuen Abteilung.“ Man musste den Satz nicht betonen, um zu verstehen, dass Viivie keine Enttäuschung duldete. Es war jedem im Raum klar.

    Ihr Blick glitt schließlich wieder zu Ray. „Lieutenant Stinger, treten Sie bitte vor.“ Sie erhob sich gleichzeitig, legte ihr PADD zur Seite und richtete ihre Uniform. Dass sie vorher kein Wort mit Merlion darüber gewechselt hatte, war Absicht und jeder, der sie kannte, wusste warum. Sie wollte die Entscheidung allein verantworten.

    Ray trat vor. Seine Bewegungen waren ruhig, fest, aber seine Augen verrieten Überraschung und angespannte Erwartung. Viivie umrundete ihn langsam, sehr bewusst, während alle anderen schwiegen und zusahen. „Mir ist zu Ohren gekommen, dass Sie einen guten Job gemacht haben und dass Ihre Karriere einige Zeit ins Stocken kam.“ Sie hielt kurz inne… ein stiller Moment, der fast wie ein Anerkennen der Vergangenheit wirkte. „Da Sie offenbar mit Ihrem neuen Team gut zurechtkommen, habe ich mich entschlossen, Sie nicht nur zum Leiter der Jägerstaffel zu ernennen…“

    Ein zweiter Moment der Stille folgte. Ein Spannungsbogen, den Ray sichtbar aufnahm. „Hiermit befördere ich Sie zum Lieutenant Commander mit allen Rechten und Pflichten, die dazugehören.“ Viivies Stimme trug Gewicht, aber auch Respekt. „Ich mag es, dass Sie zu Ihren Leuten stehen, und ich erwarte, dass Sie diesen Kurs beibehalten, Commander.“ Sie steckte ihm den schwarzen Pin an den Kragen… sorgfältig, auf den Millimeter genau und reichte ihm dann die Hand. „Meinen Glückwunsch, Commander.“

    (607 Wörter)

    Lauren hatte Ray aufmerksam zugehört, und je länger er sprach, desto mehr musste sie sich eingestehen, dass es sie wirklich interessierte. Nicht nur aus Neugier, sondern weil seine Worte etwas offenlegten, das über Rangabzeichen und Funktionen hinausging. Es war ein Blick hinter die Fassade – hinter diese ruhige, kontrollierte Art, die er nach außen trug. „Also warst du auch jemand, der nichts geschenkt bekommen hat und sich alles hart erarbeiten musste“, stellte sie schließlich fest. Es klang nicht wertend, eher nachdenklich. Das war etwas, das sie verband. Lauren hatte ebenfalls nie den einfachen Weg gehabt. Seitdem sie Elas verlassen hatte, um zur Flotte zu gehen, war nichts selbstverständlich gewesen. Jeder Schritt hatte Einsatz, Disziplin und Durchhaltevermögen gefordert. Auf der Erde hatte sie Viivie kennengelernt und sie wusste, dass die Kommandantin sie von Anfang an im Auge behalten hatte. Nicht aus Wohlwollen, sondern weil sie früh erkannt hatte, was in ihr steckte.

    Nun jedoch, hier im Cockpit, spürte Lauren die Nähe deutlicher als ihr lieb war. Rays Körper direkt hinter ihr, seine Hände, seine Stimme, die Vibration der Maschine – all das machte es ihr schwer, die Gedanken zu ordnen. ###Warum zieht mich jede Berührung so an?### Der Gedanke traf sie unerwartet. ###Wenn das wieder eskaliert und die Runde macht, wird das Gerede groß sein. Erst Alera … und jetzt Ray?### Sie hoffte noch immer, dass sich die Sache mit der Orionerin irgendwann normalisieren würde. Das hier mit Ray war anders. Tiefer. Ehrlicher. Und genau das machte es gefährlicher. Ein Teil von ihr wollte ihm alles erzählen – von der Träne, vom Turbolift, von dem, was sich in ihr verändert hatte. Doch noch war nicht der richtige Moment. Also zwang sie sich zur Ruhe und versuchte, sich auf das zu konzentrieren, was sie gelernt hatte: auf die Maschine.

    Sie ließ ihre Sinne arbeiten, nahm die kleinsten Rückmeldungen wahr, die das Flugzeug ihr gab. „Also … wie im Jäger“, murmelte sie leise. „Ganz auf die eigenen Gefühle verlassen.“ Sie wollte es wirklich. Doch der Vorfall mit dem Counselor und das, was im Turbolift geschehen war, nagte zu sehr an ihr. Es ließ sie nicht los. Offenbar nicht unbemerkt, denn Ray sprach sie direkt darauf an. Lauren atmete tief durch. Es hatte keinen Sinn, auszuweichen. „Ich denke, du weißt, was im Turbolift passiert ist“, begann sie schließlich. Ihre Stimme war ruhig, aber angespannt. „Eine Schlägerei im Lift und dann auch noch in Schwerelosigkeit spricht sich sicher schnell herum. Ganz besonders, wenn der gute Counselor sich die Videodateien angesehen und sie direkt der Captain präsentiert hat.“

    Sie machte eine kurze Pause. „Und nun frage ich mich natürlich, ob überall jemand zusieht. Ob ich ständig beobachtet werde.“ Sie entschied sich, ehrlich zu sein. Wenn schon, dann richtig. „Ganz zu schweigen davon, dass Lieutenant Thetys jetzt sicher auch ein ganz großartiges Bild von mir hat“, fügte sie ironisch hinzu. Ein Tonfall, den Ray von ihr kannte... diese Mischung aus Sarkasmus und Selbstschutz. Lauren lehnte sich minimal zurück, spürte dabei unweigerlich wieder seine Nähe. Sie wusste, dass sie einen Schritt weitergehen könnte. Alles sagen könnte. Die Frage war nur, ob sie bereit war, das wirklich zu tun.

    Ort: Konferenzraum
    Beteiligte Personen:  Merlion Thetys  Yukari Nishizumi  Kincaid Fearghas  Alera Numar  Niylah Zelina Lemkin-Wick @Piloten

    Viivie nutzte die verbleibende Zeit, um noch einige Punkte gründlich durchzugehen. Ihr Blick wanderte konzentriert über den vorläufigen Bericht der Sensordaten, während sie einzelne Passagen gedanklich sortierte. Die Informationen waren sauber aufbereitet, nachvollziehbar und vollständig genug, um zumindest ein klares Bild der Situation zu zeichnen. Es beruhigte sie, dass wenigstens eine Person ihre Befehle ohne Diskussion umgesetzt hatte. Offenbar war auf die Wissenschaftlerin Verlas, im Gegensatz zur Taktikabteilung, deren mangelnde Reaktion ihr deutlich missfiel.

    Als sie den Bereitschaftsraum verließ und quer über die Brücke ging, bewegte sie sich mit der selbstverständlichen Ruhe einer Kommandantin, die genau wusste, wohin sie gehörte. Die anwesenden Offiziere erwiderten ihren knappen Blickkontakt, einige nickten ihr respektvoll zu. Viivie erwiderte die Gesten ebenso kurz und professionell, ohne stehen zu bleiben. Die Türen des Lifts glitten mit einem leisen Zischen auseinander, und wie erwartet stand Lauren davor. Ihr Auftreten verriet, dass sie gerade von der Krankenstation kam… die Haltung etwas steifer, der Gesichtsausdruck kontrolliert, aber nicht ganz frei von Nachwirkungen. „Captain“, grüßte Lauren sie formell.
    „Lieutenant Whitmore“, erwiderte Viivie ruhig.

    Lauren trat einen Schritt zur Seite und ließ ihr den Vortritt. Doch noch bevor sie den Konferenzraum betraten, hielt sie kurz inne. Man sah ihr an, dass sie sich diese Worte zurechtgelegt hatte.„Ich habe übrigens darüber nachgedacht und werde die Ausbildung übernehmen. Sie können sich diesmal auf mich verlassen, Ma’am“, sagte sie mit fester Stimme.

    Viivie musterte sie einen Augenblick länger, als es nötig gewesen wäre. Dann erschien ein leichtes, ehrliches Lächeln auf ihren Lippen — klein, aber deutlich. „Freut mich zu hören. Dann bringen wir das mal hinter uns“, antwortete sie und betrat den Raum. Lauren folgte ihr. Ihr Blick glitt kurz über die versammelten Offiziere, blieb für einen Herzschlag bei Alera hängen… nicht auffällig, aber bewusst bevor sie sich wieder fasste und zu den anderen Piloten ging. Viivie hingegen ging ohne Zögern zu ihrem Platz. Ihre Bewegungen waren ruhig, beinahe elegant, als sie sich setzte und ihr PADD ordentlich auf dem Tisch ablegte. Erst dann hob sie den Blick.

    Sie sah zu Merlion und reichte ihr den Bericht von Commander Nishizumi. „Ich nehme an, Sie haben ebenfalls keinen Bericht von der Taktik erhalten?“, fragte sie leise, fast beiläufig, doch der Tonfall ließ keinen Zweifel daran, dass sie die Antwort bereits kannte. Ohne eine Reaktion abzuwarten, fuhr sie fort: „Das war auch der Grund für meine Verspätung. Es ist bedauerlich, dass meine Befehle offenbar nicht immer ausgeführt werden.“ Ihre Stimme blieb kontrolliert, beinahe freundlich. „Sie dürfen mir also gern zeigen, wie Sie damit umgehen, Lieutenant Thetys“, fügte sie beinahe zuckersüß hinzu.

    Dann richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf die Wissenschaftlerin. „Dafür, dass es sich um einen vorläufigen Bericht handelt, war er sehr ausführlich. Gute Arbeit, Commander Nishizumi“, sagte sie knapp, aber mit ehrlicher Anerkennung. Sie richtete sich ein wenig auf, verschränkte kurz die Hände vor sich und ließ den Blick durch den Raum gleiten. „Ich würde sagen, wir beginnen zunächst mit der Einschätzung der Staffel. Danach hat Commander Lareth das Wort zur technischen Bewertung“, erklärte sie und eröffnete damit offiziell die Besprechung.

    Ein kurzer Moment verging, dann runzelte sie leicht die Stirn. Ihr Blick blieb an einem leeren Platz hängen. „Des Weiteren fällt mir auf, dass der Chefarzt fehlt“, stellte sie fest. „Gibt es dafür einen Grund?“ Die Atmosphäre im Raum verdichtete sich spürbar. Die Besprechung hatte begonnen….

    (549 Wörter)

    Ort: Bereitschaftsraum des Captains
    Beteiligte Personen: Merlion Thetys  Alera Numar Lauren Whitmore (NPC)

    Viivie hatte zunächst alle Äußerungen schweigend aufgenommen. Jeder Blick, jedes Zucken einer Schulter, jede Pause schien sie zu registrieren. Sie nickte leicht, kaum sichtbar, als wolle sie das Gesagte gedanklich sortieren. Dann richtete sie den Fokus wieder auf Alera und Lauren, und ihre Haltung wurde etwas aufrechter.„Dann würde ich sagen, Sie werden einige Flugstunden bei Lieutenant Whitmore bekommen, Ensign Numar.“ Die Worte klangen sachlich, aber in ihrem Blick lag die Hoffnung, dass die Zusammenarbeit vielleicht mehr lösen konnte als eine simple Disziplinarmaßnahme. Als Lauren ihre letzten Worte gesagt hatte, erteilte Viivie ihr einen ruhigeren, fast milderen Tonfall: „Sie können schon gehen. Und enttäuschen Sie mich nicht noch einmal, Lieutenant Whitmore.“ Lauren nickte knapp, straffte sich und verließ den Raum mit schnellen, kontrollierten Schritten. Die Stille, die darauf folgte, war kühl und eindrucksvoll. Ein unausgesprochener Druck lag in der Luft.

    Alera wollte folgen, doch Viivie hob eine Hand und hielt sie zurück eine kleine Geste, aber mit großer Wirkung.Alera stoppte sofort und drehte sich halb zurück, deutlich angespannter als zuvor. „Ich nehme Sie beim Wort, dass es künftig keine weiteren negativen Überraschungen geben wird.“ Viivie stieß sich vom Schreibtisch ab und ging langsam, fast lautlos, auf die Orionerin zu. Alera spürte, wie sich ihr Rücken durch die Nähe der Kommandantin steifer anfühlte als versuche jedes Muskelbündel, Haltung zu bewahren. Viivie beugte sich minimal vor, gerade genug, damit nur Alera sie hören konnte. Ihre Stimme war nun weich, aber klar. „Tun Sie mir nur einen Gefallen“, flüsterte sie. Der leise Tonfall ließ die Worte umso schwerer wirken. „Wenn Sie mir diesen erfüllen, vergesse ich die Sache. Und Ensign… ich sehe in Ihnen Potenzial, das ich gern fördern möchte. Betrachten Sie diesen persönlichen Gefallen als eine Chance damit ich mit meiner Einschätzung über Sie nicht falsch liege.“

    Viivie richtete sich wieder auf, die Haltung kontrolliert wie zuvor, und ging zurück zu ihrem Platz. Ihre Schritte waren ruhig, fest, jede Bewegung bewusst. Sie wartete, den Rücken gerade, den Blick direkt an Alera gerichtet bis diese den Raum verließ. Erst als die Tür sich hinter der Orionerin schloss, erlaubte sie sich, die Spannung aus ihrer Haltung etwas zu lösen. Dann drehte sie sich zu Merlion um, ihre Stimme wieder auf dienstliche Distanz eingestellt: „Damit gehe ich konform, Lieutenant. Und nur damit Sie es wissen: Ensign Numar hat nun einen Sonderauftrag von mir erhalten.“ Sie verschränkte langsam die Arme, als wolle sie den nächsten Punkt mit Nachdruck unterstreichen: „Macht sie sich gut, werde ich sie zum zweiten Offizier ausbilden. Ich hoffe, Sie stimmen mir zu, dass sie ein Potenzial besitzt, das ich persönlich fördern möchte.“

    Ein kurzer Seitenblick prüfte Merlions Reaktion, bevor sie sich dem nächsten Thema zuwandte: „Zur Staffel: Ich möchte, dass Commander Stinger weiterhin führt mit der Aufgabe, dafür zu sorgen, dass Whitmore ihre Emotionen besser kontrolliert.“ Ihre Augen verengten sich leicht, aber dieses Mal lag darin fast Humor. „Ich habe das Gefühl, dass er das hinbekommen könnte.“ Langsam umrundete sie den Schreibtisch und positionierte sich an dessen Vorderseite ein deutliches Zeichen, dass dieses Gespräch für sie noch nicht beendet war. Die Atmosphäre im Raum war nun ruhiger, aber kein Stück weniger intensiv: Die Entscheidungen waren gefallen. Die Weichen gestellt. Und Viivie würde ganz genau beobachten, wohin diese Bahn führte, wie man es früher immer so gern nannte.

    Als die XO dann ebenfalls den Bereitschaftsraum verließ, atmete Viivie noch einmal durch. ###Nun verstehe ich die Admiral. Als ich noch XO war und unter der Beobachtung stand, war es leichter. Verdammt wie hat Iregh das all die Jahre überstanden, ohne feste Termine bei den Counselor gehabt zu haben?“###, dachte sie sich ironisch.

    (596 Wörter)