[Persönliches Logbuch von Nolan Drafran Rekem]
=/\= Logbuch Nolan Drafran Rekem =/\=
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Nolan Drafran Rekem -
9. Juli 2010 um 11:56 -
Geschlossen
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=/\= Aufzeichnung Start =/\=
So langsam nimmt meine Rolle an Bord der Kyushu Konturen an. Die ersten Wochen, Monate gar, war ich einfach nur an Bord, habe mich langsam an Crewmitglieder herangetastet für deren Betreuung ich zuständig sein sollte und habe ab und in kritischen Situationen im medizinischen Bereich aushelfen müssen. Meine Vorgesetzte, Lieutenant Juno Eclipse, habe ich derweil kaum gesehen - ebenso wenig andere Kollegen. Von Zusammenarbeit innerhalb der Abteilung konnte man also nicht sprechen.
Doch seit ein paar Tagen hat sich das schlagartig geändert. Juno hat beschlossen ihren Posten als leitende Counselor niederzulegen und plötzlich hat der Captain mich als Nachfolger auf dem Schirm. Ihre Begründung jedoch, ist auch der für mich wichtigste Grund die Abteilungsleitung nicht übernehmen zu wollen: Am meisten kann ich für diese Crew tun, wenn ich als Psychologe arbeite. Organisation und Papierkram halten mich bloß davon ab.
Und dennoch: Nach einem Gespräch mit Juno - das erste längere übrigens - verspüre ich eine gewisse Lust den Job doch zu machen. Ich sehe so viele Punkte, an denen dringend etwas verändert werden muss. Und ich habe viele Idee im Kopf, wie wir diesen Herausforderungen begegnen können. Sicherlich würden dabei einige Köpfe rollen. Aber was diese Abteilung dringend braucht sind eine feste Struktur und frischer Wind.
Doch in meinem Tatendrang werde ich gebremst - von mir selbst. Der Captain macht mir Sorgen. Er scheint nicht in der Lage zu sein sich deutlich auszudrücken und noch weniger scheint der die Situation an Bord im Griff zu haben. So wie ich ihn bislang erlebt habe, klingt bei mir leise die Frage an, ob er überhaupt geeignet ist ein Raumschiff zu führen. Hinzu kommt eine ominöse Krankheit unter der Mister von Lahrenberg zu leiden scheint. Genauer kann ich es leider nicht beschreiben, denn selbst Juno war platt, sie es gehört hat. In der Akte unseres Kommandanten fand sie lediglich einen kurzen Vermerk, dass er wegen einer Erkrankung in Behandlung sei. Ich muss gestehen, ich war schockiert, als ich erfahren musste, wie schlecht hier an Bord die medizinische und die psychologische Abteilung zusammenarbeiten. Doch ich kann nicht sagen, wo es hakt und wo Versäumnisse entstehen. Dafür fehlt mir der Einblick. Aber zurück zum Captain: Ich weiß noch nicht sicher, ob ich wirklich sein leitender Counselor sein kann. Falls ich den Job wirklich machen soll, braucht es nicht nur eine gewisse Gewöhnung aneinander, sondern auch mehr Offenheit von ihm. Ich muss bei meiner Arbeit oft genug interpretieren und schätzen, was hinter den Aussagen und dem Verhalten meiner Patienten steckt. Wenn ich des Captains linke Hand sein soll, habe ich keine Lust zu rätseln, was er von mir will. Dann braucht es offene, klare Äußerungen, sonst kann ich ihn nicht unterstützen.=/\= Aufzeichnung Ende =/\=