Bordleben XXVIII - Altes Spiel, neue Regeln

  • <<< Das neue Bordleben der SB Crew. Wir sind gerade wieder auf der Station angekommen und haben einen Moment zum durchatmen >>>

    Der erste Gang ist der in sein Quartier, die Kinder begrüßen und in den arm nehmen. Die letzten Wochen waren schwer für ihn und er lächelt als die drei alle gemeinsam ihren Dad umarmen und will sie am liebsten gar nicht mehr los lassen.

    Die ganze Drück- und Kuschelorgie dauert gut 2 Stunden. 2 Stunden in den erzählt, gekuschelt, immer wieder gedrückt und auch geweint wird.

    Schmerzlich wird Pascal bewusst dass die Kinder angst gehabt haben müssen auch ihren Dad zu verlieren. Seine Gedanken sind, wie so oft kurz bei Yola. Die Frage wo sie ist und wie es ihr geht ist zermürbend für ihn, doch er versucht das zu überspielen und lächelt einfach.

    Wann würde Pete ihn rufen? Hatte Nathalie etwas davon mitbekommen? Sicher würden sie und T'Reava mit allen reden wollen, sehen ob sie es gut überstanden hatten.

  • Sie war froh zurück zu kommen, wirklich, wirklich froh. Ohne auch nur irgendein Wort zu einem der anderen Führungsoffiziere verschwand sie nach andocken an der SB direkt Richtung Quartier. Sie wollte diese Kleidung los werden Duschen und etwas essen, das nicht Notration hieß. Irgendwas das sie sich selber zubereiten konnte oder... nein sie lächelte und die schritte wurden schneller. Sie macht sich auf den weg Richtung Frachtraum wo eine große Tiefkühltruhe steht und holt sich dort eines der wunderbar vor gekochten Gerichte von Liz raus. Es war gerade jetzt ein Segen das Dave diese Truhe damals hierher hat stellen lassen für sie, damit sie auch mal ordentlich aß. Den jetzt in diesem Augenblick, war es Jennifers Rettung.

    Mit einem kleinen dutzend eingefrorener Dinge macht sie sich dann auch auf den Weg in ihr Quartier. Als die Tür sich öffnet seufzt sie leise. es war verstaubt und verkramt.. sie hatte vor Aufbruch nicht aufräumen können. Warum noch mal waren solche Einsätze immer so spontan? und warum hatte sie nicht einfach mal vorher das Quartier sauber gehalten?

    Mit großen schritten betritt sie es, legt die Tasche an der Seite ab und schließt kurz die Augen. Noch immer duftete es nach den Duftkerzen, das war gut, so konnte sie sicher sein, das sie nicht vergessen hatte, was in irgendeiner weise hätte stinken können.

    Die Vertikaltücher hingen ebenfalls noch... das ist der Grund warum sie sich mit Schwung hinein wirft und hoch zieht, ein paar Dinge darin macht um sich dann wieder hin ausgleiten zu lassen. Es gab wichtigeres als diese Tücher. Essen duschen schlafen und ein Glas Wein... das war sehr wichtig. Alles davon und dann hieß es, jeden kontaktieren der ihr lieb und wichtig war.

    Dave hatte sie bereits kurz sprechen können, aber da gab es ja noch mehr... Sie seufzt leise und begibt sich erst einmal Duschen, dann wird das essen aufgekocht und sich vor da Sofa gesetzt um am Wohnzimmertisch zu essen, während sie die Berichte der letzten Wochen und Monate durch ging. Das ihre Familie auf dem weg war um sie zu Überraschung deshalb nicht die komunikationsanfrage annahm, ahnte sie nicht. Daher schrieb sie Noah und Thomas erst einmal eine Nachricht. Danach rief sie Felix um mit ihm zu reden...

  • Als Pete und Nathalie das Schiff verließen, das sie alle zurück zur Starbase gebracht hatten, wurden sie schon erwartet. Pheron stand mit Lilly an der Hand im Empfangsbereich. Sobald die Kleine die Farrells sah, ließ sie Pherons Hand los und rauschte wie ein kleiner Wirbelwind zu den beiden. Die Entscheidung, wen sie als erstes umarmen sollte, hatte sie noch nicht getroffen, daher nahm sie Nathalie, die ein kleines Stückchen weiter vorne stand. Dann riss sie sich los und stürmte zu Pete, der sie kurzerhand hoch nahm auf den Arm.

    "Hey, nicht so stürmisch, Krümel. Du rennst uns ja noch um", murmelte er.Mit so einer Begrüßung hatte er ehrlich gesagt nicht gerechnet. Sein Blick wanderte zu seinem Vater. Dieser lächelte ihn an und nickte nur.

    "Keine Ursache, Pete. Hab ich gern gemacht", beantwortete Pheron das unausgesprochene Danke, das in Petes Blick gelegen hatte.

    "Ich hab euch vermisst! Alle beide" rief Lilly, strampelte kurz, damit sie wieder abgesetzt wurde und rannte wieder zu Nathalie, an deren Hosenbein sie sich nun klammerte.

    "Wir dich auch", meinte der Trill und strich Lilly sanft übers Haar. "Wo habt ihr Bis gelassen?" fragte Pete dann, weil der Gargoyle normalerweise nicht von Lilly zu trennen war.

    "Der ist bei Argos und wühlt sich gerade durchs Heu", antwortete Pheron. "Seine Lieblingsbeschäftigung zur Zeit. Dort kann er wenigstens nicht so viel anrichten wie im Quartier. Und dass er sich vor den Pferden in Acht nehmen muss, hat er auch schon gelernt. Niobe hat ihm einen Tritt verpasst."

    "Schlimm?"

    Lilly schüttelte den Kopf.

    "Nein, du weißt doch: Bis ist zäh. Und weil Bis auf die Pferde aufpasst, geht's ihnen auch wieder gut."

    Pete nickte nur. Er wusste ja nun, wer dafür verantwortlich gewesen war, dass es den beiden nicht gut gegangen war. Aber das würde er Lilly gar nicht erzählen, dass Onkel Biasini das getan hatte- unter fremdem Einfluss von Lambert, seinem Erzfeind. Wobei er wohl nicht umhin kam, immer genau dann ein mulmiges Gefühl zu kriegen, wenn er Avelino in der Nähe der Pferde sehen würde....verdammt. Pete schüttelte den Kopf, um das Bild aus dem Kopf zu kriegen.

    "Na los, kommt schon, ihr beiden. Ihr seid sicher müde und wollt ein wenig ausruhen, nicht wahr?" fragte Pheron und winkte die ganze Familie in seine Richtung. Und in die Richtung des Quartiers.

    "In der Tat. Aber wir haben auch eine kleine Überraschung. Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk für dich, Lilly, sozusagen."

    Die Kleine sah von Nathalie zu Pete mit großen Augen in Erwartung, was jetzt wohl kam.

    "Mommy wurde hierher versetzt und wird ab jetzt bei uns wohnen, Krümel."

    Ein Juchzer war zu hören, dann rannte Lilly wild im Kreis um die beiden herum und führte einen Indianertanz auf.

    Pete sah schmunzelnd zu Nathalie, nahm sie an der Hand und gemeinsam gingen sie in Richtung Quartier. Pheron fragte natürlich, was alles passiert war und Pete berichtete ihm kurz, was auf der Erde abgelaufen war. Auch, dass Edin abkommandiert worden war und er jetzt die Leitung der Station inne hatte. Pheron wusste, dass das ein Haufen Arbeit bedeutete.


    "Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat."
    (Georg Wilhelm Friedrich Hegel)

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