Bordleben XXXII: Scherben bringen bekanntlich Glück

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    "Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat."
    (Georg Wilhelm Friedrich Hegel)

  • Pete wollte gerade das Quartier verlassen und war bereits über die Schwelle getreten, als ihn eine Hand an seinem Ellbogen daran hinderte. Eigentlich war er auf dem Weg, seinen Dienst anzutreten nach der Sache auf dem Umweltdeck.

    Die Auseinandersetzung mit den Amararos und Spezies 8472 lag noch nicht lange zurück. Viele hatten sich ein paar Tage frei genommen. Pete hingegen nicht, da nicht alle Führungsoffiziere gleichzeitig Urlaub machen konnten. Und er wollte Nathalie den Vortritt lassen. Sie übernachtete sowieso nicht im gemeinsamen Quartier sondern bei Lavie. Oh, das nagte an ihm...

    Es war Pheron, der ihn aufhielt.

    „Sohn, ich wollte noch mit dir reden. Hast du 5 Minuten? Ich kann dich auch ein Stück begleiten.“

    Pete nickte und deutete seinem Vater an, dass er mitkommen konnte.

    „Okay. Was liegt an?“

    „Nun, mir ist aufgefallen, dass du in letzter Zeit sehr viel arbeitest. Und dass es zwischen dir und Nathalie zu kriseln scheint. Ich weiß, dass mich das nichts angeht, bevor du jetzt gleich ausflippst und mich darauf hinweist. Ich will mich da auch eigentlich nicht einmischen, das ist eure Sache. Aber es betrifft auch Lilly. Und da die Kleine nicht für sich sprechen kann, tu ich das.“

    „ Ich weiß. Und?“

    Pheron stoppte, und Pete musste mit anhalten, wenn er das Gespräch weiterführen wollte. Wobei Pheron ihn zum zweiten Mal am Arm festhielt und ihn eindringlich ansah.

    „Du bist ein Dummkopf, weißt du das? Die Sache mit Nathalie ist anders als mit Layra. Immerhin hast du sie geheiratet, was ich bei deinem damaligen Lebensstil niemals vermutet hätte. Hätte mir das jemand gesagt, hätte ich eher darauf gewettet, dass sämtliche Ferenghi plötzlich ehrlich und barmherzig werden.

    Und du hast gemeinsam mit Nathalie Lilly adoptiert. Die Kleine braucht euch. Und zwar euch beide. Sie zeigt es nicht, aber sie leidet darunter. Auch dein Verhalten ihr gegenüber. So wie du damals bei Ezera und mir gelitten hast. Ich kann nicht einfach daneben stehen und zusehen, wie mein Sohn genau die gleichen Fehler macht, die ich vor 15 Jahren gemacht habe. Ezera ist tot, und es hat weiß Gott wie lange gebraucht, um zu erkennen, dass ich ein Idiot war.“

    Er schnaufte.

    „Und jetzt bist du ein Idiot. Nathalie hat mir erzählt, was im BR vorgefallen ist. Und eines sage ich dir: du wirst nicht wieder weglaufen. Diesmal nicht. Du wirst hierbleiben und die Suppe auslöffeln, die du dir eingebrockt hast. Und du wirst dich verdammt noch mal zusammenreißen und das wieder in Ordnung bringen. Du hast dich damals für sie entschieden. Für beide, deine Frau und dein Mädchen. Du hast eine Familie gegründet und solltest auch zusehen, dass es eine ist und eine bleibt. Wehe, du wirfst das einfach so weg, Pete. Tu, was nötig ist. Nimm dir Zeit für deine Frau und nimm dir vor allem Zeit für Lilly. Ich kann viel, aber ich kann ihr nicht den Vater ersetzen. Und der bist nun mal du, ob es dir passt oder nicht.“

    Er ließ Petes Arm los, den er die ganze Zeit über festgehalten hatte.

    „Danke für die Worte. Aber Ich glaube, Pheron, in einem Punkt hast du wirklich Recht: du bist der Letzte, der mir in diesen Punkten einen Ratschlag geben sollte.“

    Damit ließ er seinen Vater stehen und ging weiter. Pheron sah seinem Sohn eine Zeit lang hinterher, schüttelte den Kopf und verschwand ins Quartier, um nach Lilly zu sehen.

    "Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat."
    (Georg Wilhelm Friedrich Hegel)

  • Büro der LWO

    Die meisten hatten sich Urlaub genommen, doch da Emily nicht wirklich ins Grübeln kommen wollte nach allem was sie in den letzten Monaten erlebte, hatte sie es lieber vorgezogen weiterhin zu arbeiten, außerdem konnte sie sich so auch weiter einarbeiten. Dieses Universum und auch die verlorenen Jahre machten ihr noch immer zu schaffen. Sie atmete tief durch während sie sich an die arbeit machte, einige Berichte durchzulesen, um sich einen Überblick zu verschaffen, was in der Zeit hier passierte, während sie auf der Galileo gewesen war. Ihre Benachrichtigungen hatte sie dabei ausgeschaltet, da sie eigentlich zu den Offizieren gehörte, die sich ein Paar Tage frei bekamen.

    ###Wo bist du hier nur gelandet? Die Klingonen, Spezies 8472, die Amararos und nicht zu Vergessen den Krieg mit den Dominion, ok den hab ich nur bedingt mit bekommen, als ich noch auf der Erde in meinem Universum war, aber dennoch glaube ich langsam, dass ich vielleicht diese kriegerischen Spezies magisch anziehe###, entkam es ihn und lehnte sich zurück, um einen klaren Kopf zu bekommen.

    Sie brauchte einen Moment und schloss ihre Augen. innerlich versuchte sie noch immer das ganze Chaos in ihren Kopf zu ordnen, was nicht unbedingt leicht erschien. Sie würde so gern noch einmal mit jemanden über alles reden, doch da gab es nicht viele Personen, wo sie es konnte. Eigentlich waren es genau drei Personen, die davon wussten. Die Counselor, der Kommandant und Commander T'Reava, wobei sicher die Vulkanierin wegfallen würde. Immerhin hatte sie nicht so die guten Erfahrungen mit Vulkanier machen können, da die meisten der Meinung waren, dass sie ihre Emotionen nicht im Griff hatte. Wenn sie so darüber nachdachte, konnte sie nur mit dem Kopf schüttel und ignorierte den Türsummer, der gerade ertönte.

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