Akademieleben IV - "Der Weg ins Ungewisse"

    • Offizieller Beitrag

    Hiermit starte ich das vierte Akademieleben "Der Weg ins Ungewisse". Einige Highlights für das Jahr sind geplant und werden für die Mitspieler dieses BL´s natürlich nach und nach ausgepackt.

    Ich wünsche Euch viel Spaß beim Schreiben.

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    "Libertas, leges et pax sunt optima dona" (Freiheit, Gesetzlichkeit und Frieden sind die größten Gaben) - Otto von Guericke

  • Hans war irritiert, ob dessen, was er da sah. Er befand sich in einem Computerlabor-Container der Akademie auf dem Hauptcampus, nicht weit weg von den immer noch zerstören Labortrakts. Da es überall an Ressourcen fehlte, war die Akademie dazu übergegangen, die Gebäudeteile, die mittelfristig nicht wieder aufgebaut werden konnten, aber für den Ausbildungsbetrieb gebraucht wurden, durch Containerlösungen zu ersetzen. Zwar haftete dieser Bauweise etwas provisorisches an, doch standen die Containerkomplexe, die Labors, Schießstände, Seminarräume und ähnliches enthielten, inzwischen seit eineinhalb Jahren auf dem Campus und Hans vermutete, dass dies - im Angesicht der niedrigen Versorgungspriorität der Akademie - wohl auch noch eine Weile so bleiben würde.
    Es war jedoch nicht das Ambiente, was ihn irritierte. Es waren auch nicht die Ergebnisse der Simulation, die er gerade durch das Rechnernetzwerk der Akademie jagte und die ihm hoffentlich am Ende Higgs-Somak-Neutrinozustände ausgeben würde, wenn er sich nicht verrechnet hatte. Was ihn irritierte war das Verzeichnis 23/14-theta. Oder besser dessen Inhalt. Während er auf die Ergebnisse der Simulation wartete, was ca. eine Dreiviertelstunde dauern mochte, währenddessen er aber den Rechner nicht alleine lassen wollte, um irgendwelchen übereifrigen Ersttrimestern zuvor zu kommen, die seine Simulationsanfrage überspielen mochten, hatte er im Akademienetzwerk herumgestöbert. Das Verzeichnis war ihm aufgefallen, da seine Bezeichnung so gar nicht zu den anderen passen wollte. Es lag mitten zwischen Verzeichnissen, die mit Messergebnissen zu Pflanzenwachstum gefüllt waren und die mit dem Namen der Pflanze und einem Datumscode versehen waren. Auch, dass das Verzeichnis als Einziges in diesem Teil der Struktur mit einer Reihe von Passwörtern gesichert war, hatte ihn neugierig gemacht.
    Er hatte einen Passport-Descrambler verwandt, etwas, dass in einem Akademielabor nichts zu suchen hatte, und damit die Passwörter gefunden. Nun sah er sich den Inhalt von 23/14-theta an. Es waren Bilder. Hunderte Standbilder, die den Akademieleiter Captain Tioz Giger zeigten. Immer. Hans kannte Giger nur flüchtig, aber er war sich ziemlich sicher, dass der Captain bestimmt nicht von allen Aufnahmen wusste.

    "Ein PADD..." murmelte er, sich fahrig umschauend. "Herr, gib mir ein PADD, wenn ich eins brauche."

    Da war eines. Er ergriff es und kopierte die Bilder. Sein Bauch sagte ihm, dass das Verzeichnis nicht mehr ewig für ihn auffindbar sein würde. Er war alleine in dem Labor und in diesem Augenblick sehr dankbar dafür. Hans war sich sicher, dass Giger beschattet wurde. Und da Hans kein konkreter Grund einfiel weswegen, würde er versuchen mehr herauszufinden.

    • Offizieller Beitrag

    Nachdem Kairi Natsegawa wieder weg war entspannte sich Tioz zusehends, er mochte diese hohen Tiere nicht, auch wenn er unweigerlich wohl selbst so einer war. Stehts undurchsichtig, von Dienst besessen, meist schlecht gelaunt... So hätte man ihn beschreiben können bevor er mit Yve zusammen gekommen war und hätte damit nicht sehr falsch gelegen. Wenige kannten ihn wirklich, wenige wussten das wie sehr er seinen Dienst wirklich sah und wie sehr es ihm nach all den Jahren doch auf den Geist ging.

    Dieses Bild allerdings zeigte der Captain nicht nach außen, im Gegenteil, er war weiter streng, eifrig und undurchsichtig. Die Zeit in der SIA hat ihn damals geprägt und so arbeitete er auch heute noch. Immer schon hatte er den Leuten in seiner Umgebung nur so viel erzählt wie sie wirklich wissen mussten, ohne ihnen jedoch die Grundlage zu entziehen ihre Arbeit richtig ausführen zu können.

    Auch Felix war einer dieser Menschen, zwar einer denen er Vertrauen schenkte, doch aber sehr vorsichtig mit seinen Äußerungen war. Felix der sein Augenlicht noch immer nicht wieder hatte tat ihm teilweise ein wenig leid, aber auch das zeigte der Direktor der Akademie nicht, denn das gehörte sich seiner Meinung nach nicht.

    So setzte sich Tioz also nachdem die Admiral aus dem Büro war auf seinen Sessel und ließ den Lieutenant stehen "Felix, wenn sie das nächste mal so sprechen vergewissern sie sich das niemand mithört" sagte Tioz ruhig "es würde mich nicht wundern wenn Natsegawa jetzt um einiges misstrauischer wird als sie es vorher schon war."

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